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Verbotenes Feuerwerk hat Nachspiel

Diskussion im Ratsausschuss Verbotenes Feuerwerk hat Nachspiel

Das Verhalten vieler Besucher der Göttinger Innenstadt in der Silvesternacht hat ein politisches Nachspiel: Ratsmitglieder fordern von der Verwaltung einen Situationsbericht und hoffen auf Informationen von der Polizei. Erneut hatten Feiernde am Markt mit Feuerwerksraketen auch auf Menschen gezielt.

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Göttingen. Ohrenbetäubendes Krachen, zischende Raketen und Dauerknallen haben die Silvesternacht 2015/16 am Gänseliesel in der Göttinger Innenstadt geprägt. Immer wieder feuerten Feiernde ihre Raketen auch auf gegenüber stehende Menschengruppen und umstehende Gebäude ab. Mindestens eine Person musste medizinisch versorgt werden, in einigen Straßen gab es beschädigte Fensterscheiben.

Seit Jahren verschärft sich die Lage am Markt. Dass Feuerwerkskörper in der Innenstadt durch die Ballung von Kirchen und Fachwerkhäusern faktisch verboten sind, „scheint viele nicht zu interessieren“, beklagt der Grüne Ratsherr Ulrich Holefleisch. Zugleich ärgere es ihn, dass Stadtverwaltung und Polizei schon vorab erklärt hatten, in der Silvesternacht nicht kontrollieren zu können – aus Personalmangel.

„Wer Verbote ausspricht, muss zunächst auch dafür sorgen, dass sie in der relevanten Bevölkerung und vor Ort bekannt sind“, so Holefleisch. Und er müsse sich sicher sein, dass er sie kontrollieren und durchsetzen kann. Vor diesem Hintergrund erwarte er eigentlich mehr Einsatz vom städtischen Ordnungsdienst, „vielleicht auch von der Polizei“. Auf seine Anregung als Vorsitzender des Gremiums wird der Ratsausschuss für allgemeine Angelegenheit während seiner nächsten Sitzung über das Silvesterfeuerwerk in der Innenstadt diskutieren - nach einem Bericht der Verwaltung. Das Ergebnis ist offen. Immer wieder ins Spiel gebracht wird die Idee, einen sicheren öffentlichen Ausweichplatz für das Raketen- und Böllerspektakel anzubieten. In anderen Städten wie Hann. Münden gibt es das bereits.

Der Ausschuss für allgemeine Angelegenheiten tagt am Montag, 25. Januar, ab 16.30 Uhr in Raum 126 im Neuen Rathaus.

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