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Verein Erik organisiert Inklusiven Kulturherbst

Mama Simba Lala und Frau Konfus Verein Erik organisiert Inklusiven Kulturherbst

Geschickt lässt Lennard einen Teller auf seinem Jonglier-Stab tanzen, gefühlvoll schlägt Ilsabé einen Rhythmus auf ihrer afrikanischen Djembe-Trommel, und mit viel Ausdruckskraft hilft Femme-Fatale-Darstellerin Theresa der Generalsgattin, ihren verlorenen Schlüssel wiederzufinden.

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Trommeln beim Kulturherbst: Ibs Sallah zeigt wie es geht.

Quelle: Heller

Göttingen. All das ist am Sonnabend in der Musa beim Inklusiven Kulturherbst geschehen. Der Verein „Erik Göttingen“ (Eltern und Freunde für ein Regionales Inklusions-Konzept) richtet ihn zum zweiten Mal nach 2012 in der Woche vom 15. bis zum 22. November aus.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass Behinderte und Nichtbehinderte gemeinsame Aktivitäten unternehmen“, sagte Suzanne Heim, stellvertretende Vorsitzende von Erik. „Unsere Veranstaltung ist ein kleiner Schritt in diese Richtung.“
22 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nahmen Sonnabend an Workshops teil, die unter dem Schwerpunkt Theater standen. Die größte Gruppe schnupperte Zirkusluft bei Conny Bellersen und Alex Bühnemann vom Kulturzentrum Kaz.

Sie lernten, mit Tüchern und Tellern zu jonglieren und menschliche Pyramiden zu bauen. Marlene (11) stand dabei ohne Angst auf dem Rücken ihrer zehnjährigen Schwester: „Ich wusste, dass Paula mich nicht fallenlässt.“

Bei Ibs Sallah aus Gambia lernten die jungen Leute, Trommeln aus Ziegen- und Kuhfell zu spielen. Sie intonierten sowohl deutsche Lieder wie „Auf einem Baum ein Kuckuck saß“ als auch afrikanische Weisen wie „Mama Simba Lala“. Und bei Petra Bensaid und Dorothea Derben spielten sie Theater: Die Gattin des Generals, Frau Konfus, hat mal wieder ihren Schlüssel verloren. Den sucht sie jetzt, wobei ihr mehrere Personen, von der Femme Fatale über eine Bayern-München-Anhängerin bis hin zu Schneewittchen, helfen.

Alle waren mit Feuereifer bei der Sache. Zum Schluss guckten sie zusammen mit Eltern und Besuchern noch das Theaterstück „Ich fahre  nach Paris“, das sieben Behinderte unter der Leitung von Nina de la Chevallerie aufführten, und tanzten in der Disco bis spät in die Nacht. 

Von Hauke Rudolph

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