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Verein Touristik Naturpark Münden legt Bericht vor

„Die anderen schlafen nicht auf den Bäumen“ Verein Touristik Naturpark Münden legt Bericht vor

„Ich wünsche mir eine gemeinsame Weiterentwicklung unseres guten touristischen Angebotes und eine Anpassung an die sich ändernden Marktbedingungen.“

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Hann Münden ist nach wie vor als Tages- und Kurzreiseziel gefragt. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Übernachtungsgäste beträgt 1,8 Tage.

Quelle: Eichner-Ramm

Hann. Münden. Mit diesen Worten hat Antje Jung, Geschäftsführerin des Vereins Touristik Naturpark Münden gegenüber dem Tageblatt ihren Wunsch an den neuen Mündener Bürgermeister geäußert. Die Weichen dafür sind gestellt: Am Mittwoch hat die Mitgliederversammlung Harald Wegener zum neuen Vorsitzenden gewählt. Beisitzer wurden die Bürgermeister Holger Frase (Adelebsen) und Mathias Eilers (Dransfeld).

Zuvor gab Jung der Versammlung einen Überblick über die Tourismusentwicklung von Januar bis November 2014. Bei den öffentlichen Stadtführungen in Hann. Münden gab es gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Teilnehmerplus von elf Prozent. Von Mai bis Oktober waren es 3105 Personen (2013: 2799). Leicht rückläufig die Zahlen bei den bestellten Führungen: minus fünf Prozent von Januar bis November im Vergleich zu 2013.

Bei der Zahl der Übernachtungen weist die Statistik (hier von Januar bis September) ein leichtes Plus bei den Ankünften im Jahr 2014 aus – in absoluten Zahlen 75 148. Jung: „Die Ankünfte stagnieren, aber bei den Übernachungen haben wir ein Minus von zwei Prozent.“ Das bedeute, „dass die Gäste zwar da sind, sie aber kürzer verweilen“. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrage 1,8 Tage.

Neue Auflage, neues Design

Neben dem klassischen Katalog als Werbemittel werden bei der Vermarktung Mündens die neuen Medien immer wichtiger. Die Zahl der Aufrufe der Internetseite des Vereins Touristik Naturpark Münden (hann.muenden-tourismus.de) stieg zum Beispiel im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 15. November um 164 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2013. Einen Grund dafür sieht Jung in den verstärkten Aktivitäten im Social-Media-Bereich, etwa mit Newsletter, Facebook und Twitter. Waren es am Stichtag 1. Januar 2013 noch 939 „Gefällt mir“-Angaben auf der Facebook-Seite „I.love.Hann.Muenden“, so lag die Zahl der Fans am 15. November 2014 schon bei 3006.

Für das Jahr 2015 wird der Angebotskatalog für die Erlebnisregion Hann. Münden mit den Städten Dransfeld und Adelebsen samt Gastgeberverzeichnis in einer Auflage von 25 000 Stück neu aufgelegt. Darüber hinaus soll ein neues Corporate Design für die Erlebnisregion entwickelt werden, kündigt Jung an. Zusammen mit weiteren Marketingmaßnahmen, für die im Wirtschaftsplan knapp 143 000 Euro eingeplant sind, will Jung um Gäste werben.

Immerhin sei im Jahr 2014 in der näheren Umgebung starke Konkurrenz erwachsen – etwa mit dem Welterbe Kassel-Wilhelmshöhe oder dem PS-Speicher in Einbeck. „Die schlafen nicht auf den Bäumen“, stellt Jung gegenüber dem Tageblatt fest und wünscht sich angesichts der Konkurrenz nicht nur vom neuen Bürgermeister mehr Investitionen in den Tourismusbereich.

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