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Verein ehemaliger Göttinger Mittelschüler feiert Jubiläum

Bis zu 700 Mitglieder Verein ehemaliger Göttinger Mittelschüler feiert Jubiläum

Am 15. Juli 1925 ist in Göttingen der Verein ehemaliger Mittelschüler gegründet worden. Die Mittelschule wurde später zur Voigtschule, diese ist ebenfalls bald Geschichte – den Verein hingegen gibt es immer noch. Am Sonntag feierte er sein 90-jähriges Bestehen.

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Der Vorstand: Rainer Knoke, Heinz-Jürgen Kolle, Lieselotte Meyer, Lothar Meyer, Günter Spörhase.

Quelle: Heller

Göttingen. Ursprünglich haben sich in dem Verein ehemalige Schüler zusammengefunden, um ein eigenes Landschulheim für die damalige Mittelschule zu unterstützen. Später ging es dann auch darum, die Schulform an sich zu fördern. „Zeitweise hatten wir um die 700 Mitglieder im Verein“, erzählte der Vereinsvorsitzende Rainer Knoke. Mittlerweile seien es noch etwa 160 ehemalige Schüler. „Da kommt niemand mehr nach, in solche Vereine tritt leider keiner mehr ein. Mal sehen, ob wir noch das 100-jährige Jubiläum schaffen oder ob der Verein vorher ausstirbt.“

Nach Aussterben sah es am Sonntag aber noch lange nicht aus. Der Festsaal im Restaurant Pfeffermühle in der Göttinger Weststadt war gut gefüllt. Fast 70 ehemalige Mittel- und Realschüler trafen sich zum Essen und natürlich, um Geschichten auszutauschen. Zum Beispiel über alte Lehrer. „Ich bin ja einmal sitzengeblieben, da hatte ich dann die Möglichkeit, noch ein paar Lehrer mehr kennenzulernen“, berichtete Knoke schmunzelnd. „Da waren schon skurrile Typen dabei. Für die meisten hatten wir eigene Spitznamen. Den Chemielehrer haben wir nur Giftzwerg genannt, bei dem im Unterricht hat es immer gekracht und gequalmt.“

Auch abseits der Schule war der Verein immer präsent in der Göttinger Stadtgesellschaft: Gemeinsame Bus-Ausflüge, Tanzveranstaltungen mit mehreren Hundert Besuchern – der Verein und seine Mitglieder haben die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten durchaus geprägt und mitgestaltet.

Nach vielen Erzählungen, Erinnerungen und einem gemeinsamen Mittagessen ging es dann bei heiterer Stimmung auf Stadtrundfahrt mit dem knallroten London-Bus. Neunzig Jahre alt, aber ziemlich lebendig – allzu große Sorgen muss sich Knoke um seinen Verein in der näheren Zukunft wohl nicht machen. bk

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