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Verengte Groner Straße in Göttingen: Test gescheitert

Busse mit heftigen Verspätungen Verengte Groner Straße in Göttingen: Test gescheitert

Das war wohl nichts: Die Stadtverwaltung hat den Test, bei dem die Groner Straße vergangene Woche verschmälert worden war, für gescheitert erklärt. Grund: „Zu bestimmten Tageszeiten führt eine Verengung zu unerquicklichen Verhältnissen“, erklärt Verwaltungssprecher Detlef Johannson.

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Das war wohl nichts: Die Stadtverwaltung hat den Test, bei dem die Groner Straße vergangene Woche verschmälert worden war, für gescheitert erklärt.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das ist noch freundlich ausgedrückt. An den drei Testtagen war es bisweilen zu haarsträubenden Situationen gekommen.  Vor allem morgens, wenn der Anliefer- auf den Busverkehr traf, ging in der Groner Straße nichts mehr. „Das ist doch totaler Bullshit“, kommentierte ein Paketzusteller die Aktion.

Den Busfahrern erging es nicht viel besser, wie Stephanie Gallinat-Mecke von den Göttinger Verkehrsbetrieben (GöVB), resümiert. „Schon am ersten Vormittag des Versuchszeitraums kam es im Bereich der westlichen Groner Straße zu erheblichen Verkehrsbehinderungen durch den Lieferverkehr. Dies ist zwar kein seltenes Problem in der Groner Straße, allerdings war der Verkehrsfluss hier zusätzlich durch die Engstelle behindert, sodass die Fahrzeuge sich gegenseitig im Weg standen.“ Der Verkehr habe von einem Verkehrsmeister der GöVB geregelt werden müssen.

Die Folgen für die Busse waren erheblich: Sie hätten sich bisweilen bis zur Zindelstraße gestaut, erklärt Gallinat-Mecke. Diverse Buslinien hätten sich dabei bis zu elf Minuten Verspätung eingehandelt.

Auch nachmittags seien die Linien häufig derart an der Engstelle aufgehalten worden, dass es zu Verspätungen kam. „Diese Verzögerungen können kostspielige Folgen haben, wenn auf den Linien durch die Fahrtzeitverlängerung im Bereich der Groner Straße ein zusätzliches Fahrzeug eingesetzt werden muss“, erläutert Gallinat-Mecke. Es sei festzuhalten, „dass eine zusätzliche Einengung der Groner Straße zur Behinderung von neun Tages- und einer Nachtlinie“ führe.

Der Test ging auf einen Vorschlag von Bürgern in einer Info-Veranstaltung zum geplanten Umbau des westlichen Teils der Groner Straße im Jahr 2016 zurück, wie Johannson betont. Diese hatten eine Verengung zwischen den beiden Bushaltestellen von fünf auf 3,50 Meter vorgeschlagen. Dadurch, so ihre Idee, könnte unter anderem mehr Platz für Fußgänger und den Anlieferverkehr entstehen.

„Die meiste Zeit ist das Verkehrsgeschehen allerdings sehr übersichtlich, so dass man die Straße bequem und sicher auch ohne verengten Bereich überqueren kann“, sagt Johannson. Auch das habe der Test gezeigt – was die Verengung schließlich überflüssig mache.

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