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Verhandlungen über Göttinger Baptistenkirche

Kino in Kirche Verhandlungen über Göttinger Baptistenkirche

Noch ist nichts entschieden, aber die Verhandlungen über den Verkauf der leerstehenden Baptistenkirche an der Bürgerstraße schreiten voran. Die Stadt Göttingen als Eigentümerin rechnet damit, dass der Verkauf noch in diesem Jahr abgeschlossen ist.

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Die Filmkunstfreunde Göttingen sind bereit für ein Kino in der ehemaligen Baptistenkirche.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Ein erneutes Gespräch zwischen dem Verein Filmkunstfreunde Göttingen und Vertretern der Bauverwaltung sei „sehr zielführend“ und in „guter Atmosphäre“ geführt worden, sagte der Vereinsvorsitzende Matthias Sonnenburg. Er ist optimistisch, dass ein Jahr nach dem Beschluss des Rates, die Kirche aus dem städtischen Besitz zu verkaufen, die letzten Hürden aus dem Weg geräumt werden.

Jetzt müssten noch Detailfragen geklärt werden, sagte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. „Dabei geht es beispielsweise ums Wegerecht, um Stellplätze, um ein Bistro, um Leuchtwerbung oder um die Formulierung von Wiederkaufsrechten. Das ist aus unserer Sicht aber alles lösbar.“

Zunächst spreche nichts gegen eine von den Filmkunstfreunden angestrebte Kinonutzung der alten Kirche. „Planungskonform“, urteilte Johannson. Auch das geplante Bistro sei „zunächst einmal unproblematisch“. Wenn dort aber eine „selbständige Gastronomie“ entstehen soll, dann habe das möglicherweise Folgen für den Stellplatzbedarf oder auch in baurechtlicher Hinsicht. „Darauf haben wir die künftigen Betreiber rechtzeitig aufmerksam gemacht“, sagte Johannson. Möglich sein soll auf jeden Fall ein  Zugang zum künftigen Kino über die Gartenstraße. „Ob es ein förmliches Wegerecht wird, steht noch nicht fest“, sagte Johannson und ergänzte: „Eine Anzahl von Stellplätzen soll in unmittelbarer Nähe auf dem ehemaligen Lehrerparkplatz nachgewiesen werden.“

Über ein Detail wollen aber beide Verhandlungsseiten nicht sprechen: den Kaufpreis. Im März hatte der Rat den Verkauf der benachbarten ehemaligen Voigtschule beschlossen. Für 400 000 Euro soll das Goethe-Institut das denkmalgeschützte Gebäude kaufen. Es liegt auf einem 3300 Quadratmeter großen Grundstück und bietet eine Nutzfläche von 3200 Quadratmeter.

Die Kirche steht auf einem 150 Quadratmeter großen Grundstück, sie hat drei Vollgeschosse, von dem eines eine Galerie über dem Saal ist. Der Kirchensaal, der den Hauptteil des Erdgeschosses einnimmt, misst 150 Quadratmeter. Zuletzt hatte die Stadt 2014 rund 20 000 Euro investiert, um Schäden am Mauerwerk durch eingedrungenes Regenwasser zu reparieren. Dabei ist ein Schwammschaden behoben worden.

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