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CDU kritisiert "leere Versprechungen"

ÖPNV: Warten auf Fünf-Euro-Ticket CDU kritisiert "leere Versprechungen"

Die CDU-Fraktion im Göttinger Kreistag kritisiert den Kurs von Landrat Bernhard Reuter (SPD) beim Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel. Das versprochene Fünf-Euro-Ticket, sagt Fraktionschef Harald Noack, sei nicht in Sicht.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Reuter hatte im Wahlkampf des vergangenen Jahres versprochen, darauf hinzuwirken, dass die Bürger von jedem Ort im neuen Landkreis für maximal fünf Euro nach Göttingen reisen können. Statt dies in die Tat umzusetzen, gebe es derzeit nur einen vagen Vorschlag der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne/FWLG für ein Sozialticket. Von dem versprochenen Fünf-Euro-Ticket "rudert Rot-Grün offenbar wieder zurück". Dringenden Handlungsbedarf sieht Susanne Mackensen-Eder, für die CDU im Verkehrsausschuss, bei den langen Fahrzeiten im Landkreis: "Momentan dauert eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Osterode nach Göttingen zwischen 80 und 105 Minuten und damit mehr als doppelt so lang wie mit dem eigenen Pkw." Auch hier gebe es "zurzeit weder einen Zeitplan noch konkrete Pläne“.

Eine Diskussion zu den Themen ÖPNV, Sozialticket und Tarifreform mit dem Ziel eines Fünf-Euro-Tickets gab es am Dienstag im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des Landkreises. Für die Linke erklärte Andreas Gemmecke, Bedürftigen solle ein Sozialticket zu einem Preis von 25,76 Euro entsprechend dem Regelsatz für Hartz-IV-Bezieher angeboten werden. Thorsten Heinze (SPD) führte aus, statt eines Sozialtickets als Einzelmaßnahme solle eine allgemeine Tarifreform einschließlich kostenloser Fahrradmitnahme und Sozialticket angegangen werden. Heinzes Parteifreund Gregor Motzer erklärte, eine solche Tarifreform könne durch deutlich günstigere Tickets zu einer größeren Auslastung der Verkehrsmittel führen. Ein solches Projekt, antwortete Kreisrätin Christel Wemheuer, könne allerdings nicht vor Jahresende umgesetzt werden.

Motzer erklärte weiter, der Zweckverband Verkehrsverbund Südniedersachsen (ZVSN) solle zu einem effizienten Mobilitätsdienstleister entwickelt werden. Schließlich einigte sich der Ausschuss auf einen Antrag für eine Tarifreform einschließlich Sozialticket und kostenloser Fahrradmitnahme. Die Abstimmung darüber fiel einstimmig aus.        

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