Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Verkehrschaos: Zu schnell in die Baustelle

Erneut kracht Lkw auf A 7 in Gegenverkehr Verkehrschaos: Zu schnell in die Baustelle

Wieder hat ein schwerer Lastwagen-Unfall auf der Autobahn 7 für ein Verkehrs-Chaos in der Stadt und zwischen Nörten-Hardenberg und Northeim gesorgt. Die Umgehungsstrecke über Kasseler Landstraße, B 3 und B 446 bei Northeim war teilweise überlastet.

Voriger Artikel
Dummheit und Raserei
Nächster Artikel
Ölspur über 15 Kilometer

Staus in alle Richtungen: Wie hier in der Königsallee, waren bis in den Nachmittag hinein alle Durchgangsstraßen verstopft.

Quelle: Hinzmann

Der Verkehr musste von Polizeibeamten geregelt werden. Auf der Autobahn staute es sich zeitweise auf bis zu zehn Kilometer. Weil viele Autofahrer schon am Dreieck Drammetal abfuhren, war teils auch die B 27 über die Bürgerstraße verstopft. Auf der Umleitungsstrecke bei Nörten ereignete sich gegen Mittag ein weiterer Unfall mit einem Schwerverletzten.

Dabei sprechen Polizei in Göttingen und Northeim noch von einer relativ geordneten Situation. Der Verkehr rollte zwar zäh, jedoch mit relativ wenigen Unfällen. Lediglich an den Stauenden auf der A7 habe es zwei kleinere Karambolagen mit Blechschaden gegeben, sagte der Göttinger Polizeisprecher Joachim Lüther. In Northeim, so Uwe Falkenhain, sei man froh über die Westumgehung, die die Blechkaravane von der Stadt fern halte.

Bei Nörten fuhr gegen 11.50 Uhr allerdings ein 47 Jahre alter Duderstädter auf der B 3 gegen eine aus der Langen Straße einbiegende Sattelzugmaschine. Er wurde dabei schwer verletzt. Der gleichaltrige slowenische Fahrer hatte den Fiat übersehen. Der Schaden beträgt rund 8000 Euro. Eine 20-minütige Vollsperrung verschärfte das Stau-Chaos.

Der erste Unfall ereignete sich gegen 5 Uhr. Er war fast identisch mit jenem, der vor drei Monaten schon einmal den Stadtverkehr lahm legte. Der 65 Jahre alte Fahrer eines Lastzuges durchfuhr mit überhöhtem Tempo die Verschwenkung, die vor der Anschlussstelle Göttingen-Nord von der neuen Süd- auf die Gegenfahrbahn führt. Erlaubt ist Tempo 60. Hier besteht ein Höhenunterschied. Wohl deshalb verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, durchbrach die Mittelleitplanke und rammte im Gegenverkehr einen entgegenkommenden Lkw. Bis in den späten Nachmittag gab es Staus auf zehn (Süd) und sieben (Nord) Kilometer Länge.

Die Verschwenkungen bei Göttingen-Nord und Parensen gelten als Gefahrenpunkt. Massiv kontrolliert die Polizei hier immer wieder das Tempo. Die befürchteten Unfälle an den Einmündungen des A-7-Zubringers auf die Autobahn sind aber weitgehend ausgeblieben. Hier registrierte die Polizei jedoch etliche Auffahrunfälle auf der Zufahrtskurve: Fahrer stoppen vor dem Einfädeln, allzu eilige Nachfolgende fahren ihnen auf.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Kommentar

Jetzt schimpfen sie wieder alle – auf die Baustelle, auf die Planer, auf die Polizei, auf den Verkehr im Allgemeinen und den Umleitungsverkehr im Speziellen. Na klar: Stau quer durch die ganze Stadt wegen gesperrter A7 stinkt uns allen. Aber deshalb wird die Autobahn ja gerade ausgebaut, damit das künftig nicht mehr passiert.

  • Kommentare
mehr
Mehr aus Göttingen