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Verkehrserziehung mit der Präventions-Puppenbühne in Nörten-Hardenberg

Wie die Ampelmännchen gehen Verkehrserziehung mit der Präventions-Puppenbühne in Nörten-Hardenberg

Sogar Hund Bello kann das schon: Wenn man die Straße überqueren will, muss man zuerst nach links, dann nach rechts und dann wieder nach links schauen. Erst wenn alles frei ist, darf man starten. Das haben die Erstklässler aus Angerstein bei der Präventionspuppenbühne der Polizeidirektion Göttingen gelernt.

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Schüler der Johann-Wolf-Grundschule verfolgen gespannt das Puppenspiel zum Thema Straßenverkehr.

Quelle: Theodoro da Silva

Nörten-Hardenberg. Noch bis Donnerstag, 24. April, hat sie ihr Theater in der Johann-Wolf-Grundschule in Nörten-Hardenberg aufgebaut. Erste Zuschauer waren die Erstklässler aus Angerstein. Am Dienstag schauten die Grundschüler aus Nörten zu, anschließend Kinder aus verschiedenen Kindertagesstätten im Flecken Nörten-Hardenberg.

Erst nochmal gucken sei immer wichtig, sagte Puppenspieler Martin Napp. Auch an der Ampel sollte man bei Grün nicht einfach loslaufen, mahnte der Polizeioberkommissar, der die Puppenbühne mit den Polizeikommissarinnen Gudrun Nixdorff und Petra Osburg bespielt. Die Erstklässler wussten sofort, warum: Manche Autofahrer achten nicht auf die Ampeln. „Ich hab’ sogar ein Ampelmännchen-T-Shirt“, rief ein Schüler, als Napp die Ampel erklärt. Nicht nur die T-Shirts, sondern auch ein Lied kannte Napp und bat alle Schüler, einmal aufzustehen. Mitlaufen sollten sie bei der Zeile „Seh’ ich das grüne Männchen, kann ich gehen“. Stehenbleiben hieß es beim roten Männchen.

„Manchmal sind Kinder vernünftiger als Erwachsene“, sagte Napp. Das hat er in vielen Jahren praktischer Polizeiarbeit erfahren. So kam im Spiel ein Opa vor, der seinen Enkel einfach mitnehmen wollte, obwohl er keinen Autositz dabeihatte. Kinder unter zwölf Jahren unter 1,50 Meter müssen im Autositz gesichert werden. Der Junge im Puppenspiel dachte lange nach und holte sich Rat aus dem Publikum. Alle Erstklässler waren sich einig: Zu Fuß gehen ist besser. Das bestätigte die Puppen-Polizistin. Sie wollte den Opa zur Verkehrserziehung holen.

Dass die Kinder Spaß hatten, zeigte ihr Applaus. Dass sie alle noch in den Autositz müssen, bewies ihnen die Messlatte am Ausgang. Noch mehr lernen die Schüler, wenn sie die Polizeidienststelle in Nörten-Hardenberg besuchen – das ist schon geplant.

Von Ute Lawrenz

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