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Verkehrssicherheitstage an BBS Münden mit Überschlag- und Aufprallsimulator

Trügerische Sicherheit Verkehrssicherheitstage an BBS Münden mit Überschlag- und Aufprallsimulator

100 PS, Airbags, Sicherheitsgurt, zupackende Bremsen und ein fester Stahlkäfig: Gerade junge Menschen fühlen sich im Auto ungefährdet, fast geborgen. Wie trügerisch diese vermeintliche Sicherheit sein kann, zeigten Verkehrswacht und Polizei in der vergangenen Woche den Schülern der Berufsbildenden Schulen (BBS) Münden.

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Im Ernstfall höchst gefährlich: Überschlag, hier Michel Kriemann und Ernesto Schröder (vorn) im Simulator.

Quelle: Hinzmann

Gimte. Und das mit aufwendigem Gerät. Ein Saab diente als sich um die Längsachse drehender Überschlagssimulator, mit einem Gurtschlitten konnten die BBS-Schüler die unerwartet starken Auswirkungen eines Aufpralls mit nur zehn Stundenkilometern erleben.

Am beeindruckendsten: das Wrack eines VW Polo, in dem ein 19-Jähriger bei Nörten-Hardenberg starb, weil er sich unter Alkohol und Drogen ans Steuer gesetzt hatte und viel zu schnell auf einer Landstraße unterwegs war.

„Die meisten sind betroffen, wenn sie das sehen, aber einige lachen“, beschreibt Jürgen Schwarz von der Osteroder Verkehrswacht seine Eindrücke, wie die Jugendlichen auf den bedrückenden Bericht über den Unfallhergang und seine tödlichen Folge reagieren: „Mädchen wirken eher betroffen als Jungen.“

Aber auch solches Lachen, ergänzt BBS-Lehrerein Jutta Schäfer, sei eher Ausdruck von Verunsicherung als von Ignoranz oder Gefühllosigkeit.

„Das passiert ganz spontan“

Ob sie sich schon einmal in ein Auto mit einem angetrunkenen Fahrer gesetzt hätten? „Ja“ sagen fünf oder sechs aus einer Gruppe von knapp 20 BBS-Schülern. „Das passiert ganz spontan“, meint eine 17-Jährige. Ihr gleichaltriger Mitschüler sagt, er mache das davon abhängig, wieviel der Fahrer getrunken habe: Wenn es nur ein Bier gewesen sein, sei die Gefahr doch gar nicht so groß.

Schon seit Jahren, sagt Schulleiter Gerd Reddig, veranstalte die BBS Verkehrssicherheitstage. Diesmal allerdings zum ersten Mal mit derartigem Aufwand und eine Woche lang. Vier Klassenräume seien für Vorträge benutzt worden – unter anderem von zwei Gefängnisinsassen, die wegen Verkehrsdelikten einsitzen.

Nicht nur bei Vorträgen, auch bei technischen Demonstrationen fällt auf, wie aufmerksam die Jugendlichen sind. BBS-Mobilitätsbeauftragter Klaus Uschkurat: „Unsere Schüler sind erstaunt, wenn sie sehen, welche Kräfte da einwirken.“

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