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Verkehrsübungsplatz geplant

Festplatz Groß Schneen Verkehrsübungsplatz geplant

Wo einmal im Jahr Kirmes gefeiert wird, wo gelegentlich ein Zirkus gastiert oder selten Fahrzeuge stehen, soll künftig der Straßenverkehr sicherer werden. Die Gemeinde Friedland plant in Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht des Landkreises Göttingen den Bau eines Verkehrsübungsplatzes.

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Ortstermin auf Festplatz: Peter Hüttenmeister, Axel Kerschnitzki, Andreas Friedrichs (v.l.).

Quelle: Gückel

Groß Schneen. 40- bis 50-mal im Jahr, so die ehrgeizigen Pläne, sollen künftig dort Fahrsicherheitstrainings angeboten werden. Gerade schafft die Gemeinde die planerischen Voraussetzungen. Die Finanzierung freilich steht noch nicht.

Fahrsicherheitstrainings gelten als ein bewährtes Mittel, die Zahl der Verkehrsunfälle und -toten zu senken. Auch der Landkreis Göttingen schickt seine Außendienstler zum Training zum ADAC. Sie müssen nach Hannover fahren, wo der nächste Parcours zum Üben von Schleudertouren und Notbremsungen liegt. Eine solche Asphaltfläche, 2100 Quadratmeter groß und ausgestattet mit sogenannten Gleitflächen und Wasserberieselung sowie bestückt mit Markierungen und Pylonen, soll jetzt in Groß Schneen entstehen.

Dort könnten Firmen ihre Mitarbeiter zur Schulung schicken, Berufsschulen könnten Sicherheitsunterricht anbieten, Schüler könnten Fahrrad-Training oder Verkehrsunterricht durchführen, das Jugendbüro würde Mofakurse, Seniorengruppen Fahrtrainings abhalten.

Anbieter wäre die Verkehrswacht, die zwei ausgebildete Fahrsicherheits-Trainer hat, erklärt Peter Hüttenmeister, der Kreisvorsitzende. Zusammen mit seinem Vize, dem Polizeibeamten Axel Kerschnitzki, plant er das Projekt. Die Gemeinde Friedland, so Bürgermeister Andreas Friedrichs (SPD), sei bereit, die Planung vorzufinanzieren. Die Kosten für den Bau der Fläche, rund 200 000 Euro, müssten aber noch aufgebracht werden.

Die Finanzierung erhofft sich die Verkehrswacht durch Sponsorengelder aus der Wirtschaft, durch Zuweisungen von den Gerichten oder Zuschüsse von Kreis und Land. Eigentümer der Fläche bliebe die Gemeinde.

Die Verkehrswacht würde einen Nutzungsvertrag abschließen, der garantiert, dass der Platz zur Kirmes uneingeschränkt zur Verfügung stünde. Weil der Platz dann besser befestigt wäre, käme das auch der Kirmesgemeinschaft zugute, sagt Vorsitzender Werner Hübener.

Im Bauausschuss Friedland ist der Plan bereits wohlwollend aufgenommen worden. Und der Ortsrat wünscht sich, gleich ein paar Laternen mit zu installieren.

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