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Versicherungsbedarf kritisch prüfen

Verbraucherzentrale: Keine übereilten Vertragsabschlüsse Versicherungsbedarf kritisch prüfen

Vor übereilten Vertragsabschlüssen über Versicherungen im Zusammenhang mit der Einführung sogenannter Unisex-Tarife warnt die Verbraucherzentrale Göttingen. Wichtiger sei, den eigenen Versicherungsbedarf kritisch zu prüfen – gegebenenfalls mit externer Hilfe.

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Quelle: dpa

Göttingen . Ab 21. Dezember dieses Jahres darf die  Versicherungswirtschaft im Neugeschäft nur noch für Frauen und Männer einheitliche Tarife anbieten. „Die Einheitspreise für Männer und Frauen werden zu spürbaren Beitragsveränderungen führen“, erklärt Jutta Heuer, Beraterin der Verbraucherzentrale  Göttingen. „Doch niemand sollte sich jetzt zu einem Vertragsabschluss drängen lassen.“ Tiebels Rat: „Immer erst den Versicherungsbedarf in Ruhe überprüfen.“

Jutta Heuer

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Voraussichtlich  werden gerade Männer zu den großen Verlierern der Unisex- Reform gehören, die vor dem Europäischen Gerichtshof mit dem Argument der Gleichbehandlung erstritten wurde. Heuer: „Während sich Frauen zukünftig beispielsweise beim Abschluss einer neuen Police im Bereich Berufsunfähigkeit, Private Renten-, Kranken- oder Pflegerentenversicherung über leicht sinkende Beiträge freuen können, werden sich diese Verträge für Männer verteuern. Bei der Risiko-Lebensversicherung wird es dagegen für Frauen erheblich teurer werden - im Vergleich zu den alten Tarifen etwa um 30 bis 50 Prozent mehr. Für Männer sinken die Beiträge um bis zu etwa acht Prozent.“

Gleichgültig, wie sich das zukünftige Beitragsniveau durch die neuen Unisex-Tarife entwickeln wird: „Entscheidend ist der Bedarf des Verbrauchers“, sagt Heuer. Wer bereits jetzt zur Hinterbliebenabsicherung eine Risiko-Lebensversicherung benötige, sollte den Vertragsabschluss nicht auf die lange Bank schieben: „Schon heute gibt es in allen Versicherungssparten ganz erhebliche Beitragsunterschiede.“ Auch der Abschluss der sehr wichtigen Berufsunfähigkeitsversicherung sollte nicht verschoben werden, weil sich bis zum tatsächlichen Vertragsabschluss möglicherweise der Gesundheitszustand verschlechtert hat und zusätzlich Risikozuschläge zu zahlen sind.

Heuers Fazit: „Nur wer rechtzeitig reagiert, sich umfassend und anbieterunabhängig beraten lässt sowie Vergleichsangebote einholt, wird die richtige Entscheidung treffen.“

hein/eb

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