Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Digitalisierung und Begabtenförderung

MINT-Tagung in Göttingen Digitalisierung und Begabtenförderung

Bundesweit gibt es knapp 270 Schulen mit einem ausgeprägten naturwissenschaftlich-mathematischen Schwerpunkt. 360 Vertreter dieser Schulen sind in Göttingen zusammengekommen, um bei einer Tagung über Themen wie Digitalisierung und Begabtenförderung zu sprechen.

Voriger Artikel
Zweite Suppen-Aktion im "Kauf Park"
Nächster Artikel
Fremdenfeindliche Gewaltattacken

FKG-Schulleiter Michael Brüggemann (links) und Vorstandsvorsitzender Wolfgang Gollub

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die Schulen sind vom nationalen MINT-Schulnetzwerk zertifiziert worden, weil sie ein besonderes Profil in den Mint-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik nachweisen können. Den aufgenommenen Schulen bietet das Netzwerk vertiefende Veranstaltungen für Schüler, Fortbildungen und fachlichen Austausch an.

290.000 Schüler und 23.000 Lehrer im Netzwerk

Das MINT-Profil der Schulen werde in regelmäßigen Abständen überprüft, erklärt Wolfgang Gollub, Vorstandsvorsitzender des Netzwerkes. Es umfasse derzeit knapp 290.000 Schüler sowie 23.000 Lehrer von Schulen mit Sekundarstufe II und damit „geballtes Know-how“.

Beim MINT-Prozess gehe es nicht um ein hübsches Türschild, sondern um die Weiterentwicklung von guten Schulen, die noch besser werden wollen, erläutert Gollub. Die Digitalisierung werde in den kommenden Jahren zu dramatischen Veränderungen führen, und die Schüler von heute seien die dringend benötigten MINT-Fachkräfte der Zukunft. Sie könnten auf anspruchsvolle, gut bezahlte und sichere Jobs hoffen. Das MINT-Schulnetzwerk geht auf eine Initiative der Arbeitgeber zurück. In Vorstand und Beirat sitzen unter anderem Vertreter des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall und der Siemens AG. An den Informationsständen des zur Tagung gehörenden Bildungsmarktes präsentieren sich nicht nur Stiftungen, Initiativen und Wettbewerbe wie „Jugend forscht“, es wird auch um Ingenieurs- und IT-Nachwuchs geworben.

Während der Tagung wurde das Pilotprojekt „Schul-Cloud“ vorgestellt. Dabei sollen Lehrer, Schüler und Eltern einen webbasierten Zugriff auf Lehrinhalte bekommen. Auf sie könne damit ortsunabhängig zugegriffen werden, teure und schnell veraltende Computerkabinette würden überflüssig, so das Kalkül.

Darüber hinaus wurden während der Tagung 22 neue Schulen in das Mint-Netzwerk aufgenommen. Das gastgebende Felix-Klein-Gymnasium sei seit 2000 und damit von Anfang an dabei, erklärt Schulleiter Michael Brüggemann. Das Netzwerk eröffne die Möglichkeit, unabhängig von den unterschiedlichen Bildungspolitiken der Länder auf Bundesebene über gemeinsame Fragen zu sprechen. In Göttingen sind neben dem FKG noch das Otto-Hahn- und das Theodor-Heuss-Gymnasium Mint-Schulen. Damit verfügt die Stadt über eine vergleichsweise hohe Dichte an diesen Schulen. In Köln gibt es beispielsweise nur zwei Mint-Schulen, in Hannover keine.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Thema des Tages: Steinträume aus der Toskana