Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Verwaltung prüft Leerstände in Göttingen

Auf der Suche nach Notunterkünften Verwaltung prüft Leerstände in Göttingen

Die Göttinger Stadtverwaltung sucht weiterhin nach leerstehenden Gebäuden, die sich als Notunterkunft für Geflüchtete nutzen lassen. Mehr als 100 Gebäude und Wohnungen hat sie in den vergangenen Wochen und Monaten geprüft. 

Voriger Artikel
Tageblatt-Wetter: Sonniges Herbstwochenende in Sicht
Nächster Artikel
Grünen-Ratsherr will Blitzer in Duderstädter Fußgängerzone

Neues Rathaus Göttingen: Zuhause der Stadtverwaltung.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Zu den geprüften Gebäuden gehören auch große Gewerbeimmobilen, die zwar leer stehen, aber nicht unbedingt als Notunterkunft zur Verfügung stehen. Verwaltungssprecher Detlef Johannson schildert das Ergebnis der Prüfungen an einigen Beispielen:

 

  • ehemaliges EAM-Gebäude, Kasseler Landstraße: "Haben wir geprüft und behalten wir trotz der objektiven Mängel im Auge." Diese beträfen den Brandschutz, den energetischen Zustand und die Infrastruktur. "Wer dort wohnt, lebt wie hinter einem Schaufenster. Aber auch das würden wir notfalls in Kauf nehmen", sagte Johannson.
  • ehemaligen Huhtamaki-Hallen, Weende: Hier habe die Verwaltung Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen. "Hallen, die in Frage kommen könnten, werden genutzt beziehungsweise sind vermietet", sagte Johannson. Das gelte auch für ein Bürohaus, das die Verwaltung dort ins Auge gefasst hatte.
  • ehemaliges DGB-Haus, Obere-Masch-Straße: Auch hier habe die Verwaltung Kontakt mit dem Eigentümer aufgenommen. Der, so Johannson, wolle lieber Sozialwohnungen bauen und deshalb keine Nutzung als Flüchtlingsunterkunft.
  • ehemaliges JVA, Waageplatz: "Hier fehlt es an der elementaren Infrastruktur, weil zum Beispiel die Heizungsanlage abgängig ist", sagte Johannson.
  •  ehemaliges Pädagogisches Seminar, Baurat-Gerber-Straße: Hier möchte der Eigentümer, den die Verwaltung kontaktiert hatte, eigenes Sanierungsprojekt realisieren.
  • ehemaliges Telekomgebäude, Philipp-Reis-Straße: "Natürlich sind wir da dran", sagte Johannson. Der Gebäudekomplex sei allerdings zum Teil vermietet, zum Teil befänden sich dort nach wie vor Einrichtungen der Telekom, die dort auch bleiben sollten und müssten. "Dennoch halten wir eine Lösung für möglich, rund 200 Flüchtlinge unterzubringen. Allerdings: Der Eigentümer will verkaufen, nicht vermieten. Leider nichts für eine kurzfristige Lösung oder Entlastung."
  • ehemaliges Möbelhaus, Salinenweg: "Nach einem Ortstermin hat die für die Flüchtlingsunterbringung zuständige Fachdienstleitung die Halle, die zum Teil auch noch belegt ist, für ungeeignet befunden. Sie ist nicht beheizbar", sagte Johannson.
  • ehemals Steritex, Willi-Eichler-Straße: Nach Johannsons Auskunft sind die Dimensionen mit 4000 Quadratmetern "zu riesig".

 

"Wir haben in den letzten Wochen und Monaten rund 100 Objekte unter die Lupe genommen", fasst Johannson die Suche zusammen. Rund 25 weitere stünden noch auf der Liste. "Das ist mühselig,  führt aber auch zu mehr Kapazitäten, wenn auch in kleinen Schritten", sagt er und nannte etwa das Forsthaus Herberhausen oder Anmietung von Wohnungen in der Robert-Bosch-Breite und in Grone als Beispiele. "Aber natürlich sind wir für weitere Angebote und Vorschläge immer dankbar."

Unter  fluechtlingsunterkuenfte@goettingen.de können Angebote und Vorschläge an die Verwaltung gemacht oder Hinweise gegeben werden. "Denn es ist ja klar, dass auch uns Objekte entgehen können", sagte Johannson. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung