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Verwaltung sieht Entspannung in Flüchtlingssituation

Seit Januar 308 Geflüchtete aufgenommen Verwaltung sieht Entspannung in Flüchtlingssituation

Als "entspannt" hat Göttingens Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck die derzeitige Flüchtlingssituation in Göttingen bezeichnet. Die Zuweisungen an die Stadt seien geringer als zunächst erwartet, sagte Gerd Gruß, Leiter des Fachbereichs Soziales, am Dienstag im Sozialausschuss.

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Göttingen aus der Luft betrachtet: Derzeit geht die Verwaltung aber davon aus, dass die 139 freien Plätze in den verschiedenen Unterkünften bis April ausreichen werden.

Quelle: Mischke

Göttingen. So sind nach den Zahlen, die Gruß präsentierte, im laufenden Jahr bislang 308 neue Flüchtlinge in der Stadt aufgenommen worden. Die Zuweisungen seien ab der zweiten Kalenderwoche auf ein "erträgliches Maß" zurückgegangen. Die bisherigen Zuweisungszahlen sahen vor, dass Göttingen bis zum April 1047 weitere geflüchtete Menschen aufnimmt.

Derzeit geht die Verwaltung aber davon aus, dass die 139 freien Plätze in den verschiedenen Unterkünften bis April ausreichen werden. Auch die Notunterkunft in einer Sporthalle auf den Zietenterrassen könne wie geplant Ende des Monats geschlossen und zurückgebaut werden. Hier waren in den vergangenen Monaten insgesamt 450 Flüchtlinge untergebracht. Bislang hat Göttingen 1435 geflüchtete Menschen aufgenommen.

Schlapeit-Beck kündigte an, dass die Verwaltung an dem Bau und der Einrichtung weiterer Unterkünfte festhalte. Sie betonte auch, dass die mit 400 Plätzen größte Unterkunft, die in der ehemaligen C+C-Schaper-Halle in Grone entsteht, für Notunterbringungen gedacht ist. "Wir werden immer versuchen, Menschen woanders unterzubringen", sagte sie. Auch bemühe sich die Verwaltung, dezentrale Unterkünfte speziell für Frauen zu finden.

Der Ausschussvorsitzende Klaus-Peter Hermann (SPD) begrüßte, dass Göttingen die Einrichtung von Unterkünften nicht zurückfährt. Denn die Zahl der Menschen, die sich auf der Flucht befänden, habe sich nicht verringert. Die Menschen lägen zur Zeit "im wahrsten Sinne in Griechenland und Mazedonien im Dreck".

Angesichts der jüngsten Querelen zwischen freiwilligen Helfern und den hauptamtlichen Mitarbeitern in den Unterkünften ehemalige Voigtschule, ehemalige IWF und in der Großen Breite in Weende betonte Schlapeit-Beck, dass die Verwaltung Moderation und Mediation anbieten könne. Vermittlungsgespräche habe es gegeben. Sie stehe dafür weiterhin bereit.

Mehmet Tugcu (Grüne) und Meinhart Ramaswamy (Piraten) warnten davor, zwischen Freiwilligen und Hauptamtlichen eine Konkurrenzsituation entstehen zu lassen. "Wir brauchen Ehrenamtliche und Hauptliche für die Flüchtlingsbetreuung", sagte Tugcu.

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