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Video von Rettungsgasse sorgt für Aufsehen

Freude über Verhalten der Autofahrer Video von Rettungsgasse sorgt für Aufsehen

Bei dem Lkw-Brand auf der A7 bei Hedemünden am Dienstag ist nach Angaben der Polizei ein Schaden im sechsstelligen Bereich entstanden. Unterdessen sorgt ein vom Tageblatt veröffentlichtes Video der Feuerwehr Hann. Münden von deren Anfahrt zur Unfallstelle für Aufsehen in den sozialen Netzwerken.

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Ein Ausschnitt des Videos der Feuerwehr Münden

Göttingen/Hedemünden. Mit dem Video wollte sich die Feuerwehr Hann. Münden nach eigenen Angaben bei den Verkehrsteilnehmern bedanken, weil diese eine "vorschriftsmäßige" Rettungsgasse gebildet hätten. Derlei Verhalten nach einem Unfall sei nicht selbstverständlich. "Das war ganz hervorragend. Wir hatten keinerlei Probleme, zur Unfallstelle zu kommen", sagte Mündens Stadtbrandmeister Dieter Röthig auf Anfrage. Das müsse man bei all der Kritik an den Autofahrern in den vergangenen Wochen auch einmal hervorheben.

Auf der Tageblatt-Facebookseite rief das Video der Feuerwehr Hann. Münden große Resonanz hervor. Viele Nutzer lobten das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. "Super, so wie es sein soll!!", schrieb etwa Yvonne Lorke. "Geht doch, müsste immer so sein", erklärte Sebastian Oppermann. Und Katrin Schuh fügte an: "Astreine Rettungsgasse." "Und das in Deutschland welch ein Wunder", kommentierte Marina Graeve das Video. Inga Euler wies auf den Nachahmungseffekt hin: "Schön. Je öfter man sieht wie es geht bleibt es bei mehr Menschen im Gedächtnis und die Rettung wird schneller. Freu." Die Freiwillige Feuerwehr Groß Schneen wandte sich in ihrem Post direkt an die Kollegen aus Hann. Münden: "Super, das es mittlerweile auch in unserem Einsatzgebiet zu klappen scheint. Wir freuen uns mit den Kollegen aus Hann. Münden. Daumen hoch."

Einige Nutzer wiesen darauf hin, dass das Bilden einer Rettungsgasse eigentlich normal sein sollte. Tina Lückner etwa schrieb: "Sollte eigentlich selbstverständlich sein!" Leona Siemsen meinte: "Schön dass das geklappt hat. Sollte aber selbstverständlich sein. Wer zu blöd oder zu faul ist eine Rettungsgasse zu bilden sollte nicht Auto fahren dürfen." Und Emrah Aylin Jasarov Schon ergänzte:  "Traurig, dass man sich über etwas eigentlich selbstverständliches freut. Könnten ja nur Menschenleben davon abhängen ob Krankenwagen und Feuerwehr rechtzeitig irgendwo ankommen. Trotzdem Daumen hoch für dafür. Finde es auch richtig, dass in den Medien vermehrt darauf aufmerksam gemacht wird."

Einige Nutzer warfen auch die Frage auf, ob die Rettungsgasse von Beginn des Einsatzes an so vorschriftsmäßig gebildet worden sei. Christian Klie etwa schrieb: "Ist ja schön das es da geklappt hat aber man muss ja dazu sagen das da schon einige Kräfte vorher lang sind glaube nicht das das von Anfang an so war ..." Steffen Kauschke hat eine ähnliche Theorie: "Und wieder einmal stellt sich mir die Frage, sah es so nur aus, weil es vielleicht schon das mindestens sechste (!) Fahrzeug war? Wie gut kamen denn die ersteintreffenden Fahrzeuge durch?" Stadtbrandmeister Röthig kann diese Zweifel entkräften: "Die Rettungsgasse war definitiv von Beginn des Einsatzes an da." Dazu passt denn auch der Kommentar von Anne Janßen: "Da kann man nur hoffen, daß Autofahrer so langsam lernen und dieses keine ruhmreiche Ausnahme war."

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Von Redakteur Andreas Fuhrmann

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