Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Viel Zulauf bei Kleidertauschparty der Göttinger Jaggies

Kleider tauschen, Konsum reduzieren Viel Zulauf bei Kleidertauschparty der Göttinger Jaggies

Zielstrebig geht eine Frau zum Tisch. Schnell hat sie ein Top in der Hand, zieht den Pulli aus und streift das Top über ihr T-Shirt. Dann betrachtet sie sich im provisorischen Spiegel.

Voriger Artikel
Drei Verletzte bei Feuer in Northeim
Nächster Artikel
Industriefett brennt auf Firmengelände in Einbeck
Quelle: Heller

Göttingen. Einen Rucksack voller Kleidung hat sie mitgebracht zur Kleidertauschparty. „Für die Umwelt, gegen Ausbeutung und zur Schonung des Geldbeutels“ haben die Göttinger Jaggies der Greenpeace-Jugend ihre erste Party dieser Art im Göttinger Umwelt- und Naturschutzzentrum (GUNZ) ausgerichtet. Gleich nachdem sie davon hörte, war es klar - sie würde kommen, erzählt die zielstrebige Tauschfrau. Die erste Tauschbörse für Kleider habe sie im Dezember vergangenen Jahres beim Kulturkollektiv der Universität Göttingen „Stilbrvch“ mitgemacht. Das Angebot habe ihr sehr gefallen, deshalb habe sie nach der Nachricht sofort ihren  Kleiderschrank durchforstet.

Schon lange habe sie nach einer Tauschbörse für Kleidung gesucht, sagt Wiebke Girschner. Mit Vladimir Cikara und ihrer anderthalbjährigen Tochter Eva Luise ist sie in die Geiststraße gekommen und sieht sich auf den vollen Tischen um. „Wir versuchen, den Konsum zu reduzieren“, erklärt sie. Jeans und Wollsocken sucht Cikara. Das ist allerdings gar nicht so einfach, weil es einfach viel „mehr Frauenklamotten“ gibt.

Nach drei Stunden Kleidertauschparty steht das Organisationsteam um Leo Schenk vor Tischenm auf denen sich die Kleidung stapelt – Pullover, Hosen, Mützen und auch Mäntel. Dabei sei fast niemand ohne Ausbeute gegangen. Die Jaggies überlegen, einen Teil der Restkleidung für die jetzt ankommenden Flüchtlinge zu spenden, einen Teil wollen sie behalten für die nächste Tauschparty.

Von Ute Lawrenz

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Der Wochenrückblick vom 26. November bis 2. Dezember 2016