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Viele Fragen vor dem Hundekauf

Kriegsschiff-Nachbau Viele Fragen vor dem Hundekauf

Nicht jeder Hund passt zu jedem Menschen. Was Tierfreunde bei der Anschaffung eines Vierbeiners beachten sollten, darüber sprach Katharina Klocke mit dem Göttinger Tierarzt Dr. Stephan Neumann. 

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S. Neumann

Quelle: kk

Tageblatt:  Ich will mir einen Hund anschaffen. Warum kann ich nicht einfach den Hund nehmen, der mir gefällt?

Neumann: Es gibt viele verschiedene Rassen mit verschiedenen Eigenschaften. Sie sollten sich zunächst einmal überlegen, wie Sie selbst sind und wie Ihr Hund sein soll. Möchten Sie einen eher ruhigen oder einen temperamentvollen Hund, der Sie fordert? Soll es ein Familienhund sein, möchten Sie ihn für die Jagd einsetzen oder soll er ein Grundstück bewachen? Möchte ich eine Hündin oder einen Rüden, einen Rassehund oder einen Mischling? Wo wohne ich? Solche Fragen vorab zu klären, ist sehr wichtig. 

Worin unterscheiden sich denn  beispielsweise die Geschlechter?

Bei Hündinnen müssen Sie beachten, dass sie zweimal im Jahr läufig werden und dass unter Umständen auch mal Rüden angelockt werden. Rüden wiederum haben häufig eine höhere Grundaggression gegenüber Artgenossen. 

Mal angenommen, es soll ein Hund für eine Familie mit Kindern sein. Welche Rassen kämen in Frage? 

Ganz beliebte Hunde für Vater, Mutter, Kind sind beispielsweise Retriever und Labradore. Aber es gibt auch viele andere, die in Frage kommen.

Wenn ich einen wachsamen Hund haben möchte: Welche Rassen haben diese Eigenschaft?

Ein Haus oder Grundstück bewachen kann eigentlich jeder Hund. Aber es gibt Rassen, die oft eingesetzt werden, wie Schäferhund, Rottweiler oder Dobermann.

Wo kann ich mich über die Eigenschaften der verschiedenen Rassen informieren? 

Tierärzte helfen gerne weiter. Auch Zuchtverbände geben Auskunft (Anmerkung der Redaktion: Rasselexikon und Verbände beim Verband für das Deutsche Hundewesen im Internet unter www.vdh.de abrufbar).

Warum ist es wichtig, die eigene Persönlichkeit, Wohnung und das Wohnumfeld zu beachten? 

Zunächst einmal ist es ja wohl nachvollziehbar, dass sich beispielsweise für eine Einzimmerwohnung ein Dackel eher eignet als eine Dogge. Und dann gibt es vor allem kleinere Hunderassen, die nicht so anspruchsvoll sind, was das tägliche Gassigehen betrifft. Senioren wären vielleicht mit einem Barsoi oder einem Windspiel überfordert, weil die täglich Kilometer machen wollen. Da käme etwa eher ein Basset in Frage.

Was halten Sie davon, sich einen Mischling aus dem Tierheim zu holen?

Da sind oft fantastische Hunde zu finden, wenn man nicht auf eine Rasse fokussiert ist.  Manche Mischlinge haben den Vorteil, die Vorzüge mehrerer Rassen in sich zu vereinen, das Aussehen eines Riesenschnauzers und das gemäßigte Temperament eines Golden Retrievers etwa. Es empfiehlt sich aber, mit dem ausgewählten Tier vorher etwas Zeit zu verbringen, um zu sehen, wie es sich verhält. 

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