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Viele Zuschauer bei Kirmesumzug in Rosdorf

Zoozirkus und Transfer-Wahn Viele Zuschauer bei Kirmesumzug in Rosdorf

Das war ja zu erwarten: Der verlorene Kampf um die Grundschule zog sich als roter Faden durchs Programm des Kirmesfrühstücks in Groß Schneen. Vor mehr als 600 gut gelaunten Gästen wurde in der traditionell kabarettistischen Frühstücks-Show ein turbulenter Schulalltag vorgeführt.

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Quelle: Theodoro da SIlva

Groß Schneen. Mit mehr als 3500 Teilnehmern an den Veranstaltungen der vier Kirmes-Tage war „Use Kermesse“ in Groß Schneen auch diesmal wieder eines der größten Volksfeste Südniedersachsens.

Das begann schon am Freitagabend mit mehr als 700 Zuhörern bei der Rock-Night. Kommentar der Gören aus der letzten Reihe von der Kirmesfrühstück-Bühne herab: „Wer statt zur Kirmes zum Soundcheck nach Göttingen fährt, geht auch im Mai zum Oktoberfest nach Ballenhausen.“ Und überhaupt: „Wer in Groß Schneen die Kirmes noch nicht besucht hat, gehört noch gar nicht dazu.“ Der Neu-Groß-Schneer in der Schulklasse, ein „Alpha-Kevin“, musste sich folglich die Frage gefallen lassen: „Wohnst Du hier nur oder lebst Du schon?“

Pralles Leben gab es am Sonnabend mit weiteren 620 Gästen im Festzelt bei der Groß Schneer Hitparade und der Mitternachtsshow. Noch einmal 700 Besucher füllten am Sonntag nach dem spektakulären Umzug mit tausenden Zuschauern das Festzelt und den Kirmesplatz. Und auch beim Frühstück mit Blasmusik und beim abschließenden Tanz am Montagabend war das Zelt noch zweimal voll.

Voll war auch die Schwimmhalle des Landkreises in Groß Schneen, spotteten die Schüler auf der Bühne. Schwimmhalle? Schlammhalle, korrigierte Alpha-Kevin. Die solle jetzt doch abgerissen werden, fabulierten Christian Lange und Werner Hübener, die beiden Schulmeister, die durchs Programm führten. Und sie ergänzten: „...und wider aufgebaut, und dann noch aufgestockt für die neue Grundschule Groß Schneen.“ Den Vorschlag, so hinterher Ortsbürgermeister Lothar Zeuner, wolle er gleich beim Landkreis beantragen.

Was noch? Natürlich bekam Andreas Friedrichs („Friedrichs, das ist ein Sammelbegriff für Bürgermeister.“) wieder sein Fett weg. Carsten Schneider hingegen erhielt eine Ehrung: Der dreifache Schaffer und langjährige Kirmeshelfer nennt nun das „Küttchen“, den frivolen Ehrenpreis, ein Jahr lang sein eigen. Und während die Iberg-Musikanten aus Schönhagen im Eichsfeld immer nur in den Schulpausen spielen durften, sang ein A-Capella-Chor der Stimmgabel das Loblied auf die Deutschlehrerin: „Is‘ mich heute noch im Sinn, die Deutschlehrerin.“ Damals, erklärte Hübener, sei die Grundschule ja noch einzügig gewesen. „hat mich aber nich‘ geschadet“.

Von Ute Lawrenz

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