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Viele nutzen "Schwimmen nur für Frauen" im Göttinger im Badeparadies

Einmal wöchentlich Viele nutzen "Schwimmen nur für Frauen" im Göttinger im Badeparadies

Seit gut einem Monat können Frauen im Badeparadies an der Eiswiese einmal wöchentlich unter sich und geschützt vor fremden Blicken schwimmen und Schwimmen lernen. Das neue Angebot kommt so gut an, dass die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF) die Schwimmzeit jetzt verlängern will.

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Quelle: Vetter (Symbolfoto)

Göttingen. Das bestätigte am Montag Holger Rudolph, Betriebsleiter der Bäder. Genutzt werde das Angebot im neuen Bewegungsbad bisher überwiegend von muslimischen Frauen aus der Ditib-Gemeinde, ergänzt er auf Nachfrage. Es stehe aber für alle Frauen offen.

Aus der Ditib-Gemeinde kam im vergangenen Jahr auch der Anstoß: Vorstandsmitglied Emine Öztürk hatte schon lange nach einer geeigneten Bademöglichkeit für Frauen gesucht, die beim Schwimmen aus verschiedenen Gründen lieber unter sich bleiben möchten. Mit dem neu gebauten Bewegungsbad rückte die Idee in greifbare Nähe, denn anders als bei herkömmlichen Hallenbäder kann niemand von außen in Halle schauen. Die SPD im Rat der Stadt griff die Idee auf, und seit Ende Januar konnten Frauen Sonnabends von 17 bis 19 Uhr im Badeparadies im geschlossenen Raum schwimmen.

Inzwischen habe die GöSF das Frauenschwimmen auf Sonntag verlegt, so Rudolph – auf Wunsch vieler Frauen, die das Angebot nutzten. Alleine am vergangenen Sonntag seien etwa 25 Frauen gekommen. Das Publikum sei sehr gemischt. Es seien sehr junge dabei, aber auch 60-Jährige. Sie könnten das Becken frei nutzen, es gebe aber auch Schwimmkurse: in der ersten Stunde ab 17 Uhr für Nichtschwimmer, ab 18 Uhr für Fortgeschrittene Schwimmerinnen. Unterrichtet würden sie von Sportstudentinnen der Uni. Jetzt will die GöSF die Frauenschwimmzeit um eine weitere Stunde verlängern: Gibt es ausreichend Anmeldungen, soll es bereits ab 16 Uhr künftig auch einen Aquafitness-Kurs geben. Wann er startet, sei noch offen, so Rudolph.

„Ich bin sehr zufrieden“, sagt Öztürk, „das kommt sehr gut an“. Sie gehe davon aus, das sonntags jetzt noch mehr Frauen kommen werden – „hoffentlich auch mehr Frauen von außerhalb unserer Gemeinde“. Zufrieden über die gute Resonanz ist auch die SPD: „Wir werten unsere politische Initiative als vollen Erfolg“, so die Ratsmitglieder Christian Henze und Elvan Tekindor-Freyjer in einer Stellungnahme.

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