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Vier Handlungsfelder für Göttinger Stadthalle

Gutachter rät zur Eile Vier Handlungsfelder für Göttinger Stadthalle

Der Gutachter Stefan Luppold vom Institut für Messe-, Kongress- und Eventmanagement kommt in seinem Abschlussbericht zu der Erkenntnis, dass die Göttinger Stadthalle am richtigen Ort steht. Er empfiehlt die Fortsetzung des Betriebs als "wichtige Veranstaltungsstätte in Göttingen".

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Quelle: Archivbild

Göttingen. Luppold hat seine Analyse am Donnerstag dem Bau- und Kulturausschuss des Rates vorgestellt. Darin beschreibt er vier Handlungsfelder:

  1. Gastveranstaltungen:  "Sofern es zu räumlichen Veränderungen im Rahmen einer qualifizierten Sanierung kommt, muss geprüft werden, inwieweit die Zahl für Besucher bei unbestuhlten Konzerten wieder erhöht werden kann", heißt es im Gutachten. Luppold betont das wichtige Zusammenspiel von Stadt- und Lokhalle.
  2. Kongresse und Tagungen:  "Die Stadthalle Göttingen verfügt über ein konstantes Buchungsvolumen von rund 20 Prozent, was Tagungen und Kongresse anbelangt", schreibt Luppold. Die Stadthalle komme aber nicht "als potenzielles Kongress- und Tagungszentrum in Frage.  Die bisherigen Belegungen im Bereich Kongresse und Tagungen müssten aber gesichert werden.
  3. GSO und Internationale Händel Festspiele:  Die Stadthalle bleibt Ort für die Händelfestspiele und Konzerte des Göttinger Symphonieorchesters (GSO). Eine Option zur "langfristigen Zusammenführung von Spielstätte und Probelokal" sei die Verlegung des Sitzes des GSO in oder zur Stadthalle mit zusätzlich zu schaffenden Flächen.
  4. Gastronomie:  Dieses Handlungsfeld müsse im kleinen wie im großen Zusammenhang betrachtet werden: "Sanierung der Stadthalle", "langfristige Bindung an einen qualifizierten Caterer", "Stabilisierung für Veranstalter und Besucher durch passendes gastronomisches Angebot", "Attraktivierung des Umfeldes der Stadthalle" und "wertiges Element im urbanen Kontext einer Kultur-Meile" nennt Luppold als Schlagworte.

 

"Mit Blick auf die bestehende Situation der Stadthalle und die beschriebenen Handlungsfelder sollte zügig über die weiteren Schritte entschieden werden", rät Luppold.  Er empfiehlt nun, mit externer Unterstützung zwei oder drei Szenarien zu entwerfen, die sich an den aus seiner Untersuchung gewonnenen Erkenntnisse orientieren.

 

Grund-Szenario sei die Fortsetzung des Betriebs der Stadthalle. Dazu gehöre eine Aktualisierung des Investitionsbedarfs, eine zeitliche Sanierungsplanung sowie die Bewertung von Risiken - etwa ein möglicher Ausfall von Technik. Davon ausgehend könne ein Entwurf Aspekte der Belegungsoptimierung und die Marktpositionierung für die kommenden fünf bis zehn Jahre darstellen. In einer erweiterten Variante sollen die vier Handlungsfelder aufgezeigt werden – mit einer Qualifizierung der Gastronomie sowie einer möglichen Integration des GSO. "Alle Überlegungen sind in einen Gesamtzusammenhang mit den Entwicklungen der Stadt Göttingen zu bringen", sagte Luppold.

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