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Viereinhalb Jahre Haft für 56-jährigen Dealer

Urteil gegen Einbecker Viereinhalb Jahre Haft für 56-jährigen Dealer

Für viereinhalb Jahre muss ein 56 Jahre alter Mann aus Einbeck ins Gefängnis, weil er in sieben Fällen in Göttingen gewerbsmäßig mit Heroin gehandelt hat. In die Strafe wurde eine vorangegangene Bewährungsstrafe einbezogen. Weil der Prozess so lange gedauert hatte – die Taten ereigneten sich bis April 2004 – gelten neun Monate wegen Verfahrensverzögerung als vollstreckt.

Anders als der Verteidiger es beurteilte, der einen früheren Abnehmer des Angeklagten als unglaubwürdig abstempelte und deshalb für seinen Mandanten Freispruch beantragt hatte, folgten die Richter am Landgericht dem Belastungszeugen voll und ganz. Der selbst von Drogen abhängige Mann hatte angegeben, zum eigenen Konsum anfangs zweimal je fünf Beutel Heroin von dem 56-Jährigen bezogen zu haben. Später sei er selbst zum Händler geworden und habe sich dadurch den Eigenkonsum verdient. Dann seien jeweils 16 Beutel mit je fünf Gramm geliefert worden. 

Der Belastungszeuge hatte sich durch seine Aussagen zur Herkunft des Heroins eine mildere Strafe verdient (Paragraf 31, Betäubungsmittelgesetz mit seiner Kronzeugenregelung). Das Gericht fand keine Hinweise darauf, nach denen der Kronzeuge den Angeklagten etwa falsch belastet habe.

In allen Fällen sei der schwunghafte Handel überDrogendepots in einem Gewerbegebiet in Geismar abgewickelt worden. Ein „ausgetüfteltes Absatzsystem“ nannte Richterin Astrid Brandes-Krug das. Angeklagter und Abnehmer hatten sich über die Drogenszene in der Turmstraße kennengelernt. Jürgen Gückel

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