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Vierte Mathematikwerkstatt in Dransfelder Grundschule

Babylonische Zahlen Vierte Mathematikwerkstatt in Dransfelder Grundschule

Frühere Zahlsysteme wie die babylonischen Zahlen, die Geschichte der Null und Strategiespiele sind Thema der vierten Auflage der Mathematikwerkstatt in der Dransfelder Carl-Friedrich-Gauß-Schule. 

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Mathematik durch Ausprobieren verstehen: Runa, Jasmin und Zeynep puzzeln Zahnräder zusammen.

Quelle: Heller

„Mama, das ist doch ganz logisch.“ Jonas Wittling (11) sitzt an einem Tisch in der Dransfelder Grundschule, vor ihm eine bunte Landschaft aus Pappe. Darauf stehen ein Wolf, eine Ziege und ein Kohlkopf. Zusammen mit seiner Mutter Kerstin Wittling versucht er ein Strategiespiel zu lösen. Ein Bauer steht mit einer Ziege, einem Wolf und einem Kohlkopf an einem Fluss. In dem einzigen Boot ist nur Platz für eine Sache neben dem Bauern.  Wenn Ziege und Kohlkopf unbeaufsichtigt sind, frisst die Ziege den Kohl. Sind Wolf und Ziege unbeaufsichtigt, wird die Ziege gefressen. Wie also kommen alle unbeschadet über den Fluss?

„Die Mathewerkstatt ist nicht nur etwas für Kinder“, so Wittling. „Auch für mich sind die Aufgaben anspruchsvoll.“ Die Landschaft und die Gipsfiguren haben die Kinder der Mathe-Arbeitsgruppe unter der Leitung von Carola Heile gebastelt. In der AG wird Mathematik mit Kunst oder Werken verbunden. Wenn die Kinder fühlen und ausprobieren könnten, sei das Lernen viel effektiver, so Schulleiterin und Mitorganisatorin der vierten Mathematikwerkstatt, Renate Voland. 

Schwerpunkt der Werkstatt seien in diesem Jahr frühere Zahlsysteme, in denen es noch keine Null gab. Ein System ohne Null sei für Kinder schwer vorstellbar. Die einzelnen Stationen sollen daher an diese schwierigen Zusammenhänge heranführen. Denn durch eigenes Tun nähere man sich  komplizierten Dingen an, erklärt Voland. 

Babylonische Zahlen

Florian Schneider steht vor einer Tafel mit babylonischen Zahlen. „Das ist irre schwer und macht Spaß,“ erklärt der Neunjährige, während er eine 110 in babylonischen Zahlen mit einem Holzstab in eine Knettafel drückt. Ein kleines Dreieck, ein Strich nach unten und ein schräges „v“. Anhand einer Tabelle können die Schüler hier die richtigen Symbole heraussuchen. „Mir macht Mathe ziemlich Spaß, und ich lerne viel besser, wenn ich Sachen ausprobieren kann“, erklärt Florian. 

„Um das Strategiespiel zu lösen, bräuchte ich einen Zettel und etwas mehr Zeit“, erklärt Kerstin Wittling. Der Elfjährige Jonas weiß die Lösung sofort: „Zuerst nimmt man die Ziege mit. Dann holt man den Kohl und nimmt die Ziege mit zurück. Dann kommt der Wolf und zuletzt die Ziege.“ 

Die Mathematikwerkstatt in der Carl-Friedrich-Gauß Schule, Hoher Hagen 24 in Dransfeld, ist bis zum Freitag, 8. Mai, täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. 

Von Tonie Lenz

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