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Mobile Bank für kleine Dörfer

Volksbank Göttingen Mobile Bank für kleine Dörfer

Das Modell existiert seit 30 Jahren, das Fahrzeug ist nur unwesentlich jünger. Um Kunden in Orten zu erreichen, in denen keine Filiale existiert, setzt die Volksbank Göttingen einen Bankbus ein.

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Soll die Kundschaft in den Dörfern versorgen: Bankbus der Volksbank Göttingen.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen/Mollenfelde. „Die Resonanz auf dieses Angebot ist durchweg positiv“, sagt Peter Mühlhaus, Leiter Marketing der Volksbank. Dabei geht dem Einsatz des Bankbusses allerdings häufig die Schließung der Kleinstfiliale im Dorf voraus. „Wenn die Besuchsfrequenz gegen Null geht, rentiert es sich einfach nicht mehr. Die Zukunft gehört größeren Kompetenzzentren“, erklärt Mühlhaus. Am Anfang sei es schon eine Umstellung, wenn die Bankgeschäfte vor Ort nur noch einmal in der Woche - wenn der Bankbus kommt - möglich sind. „Die Leute richten sich aber schnell darauf ein“, berichtet Mühlhaus.

Ähnliche Erfahrungen wurden in Mollenfelde gemacht. Dort schloss die Kleinfiliale der Volksbank Ende 2015. „Besonders die älteren und weniger mobilen Einwohner waren traurig“, betont Ortsbürgermeisterin Frauke Behrens. Daher sei es wichtig gewesen, dass Mühlhaus das Buskonzept kürzlich im Ortsrat vorgestellt habe. „Es war gut, jemanden zu sehen, der alles genau erklärt hat und Gesicht zeigt. So bleibt ein gewisser Standard erhalten“, sagt Behrens. Danach hätten viele Zuhörer Verständnis gezeigt und dem neuen Modell aufgeschlossen gegenüber gestanden. Bis zu 15 Kunden kommen zur mobilen Bank, wenn der Bus immer montags von 9.30 bis 10.30 Uhr in Mollenfelde hält. „Grundsätzlich ist es natürlich negativ, wenn die Bank unser Dorf verlässt. Wir arrangieren uns mit den neuen Gegebenheiten aber sehr gut“, so Behrens.

Weniger bekannt als der Bus sei laut Mühlhaus das neue Kundenservicecenter der Volksbank. Hierbei sind ausgebildete Bankkaufleute täglich telefonisch erreichbar, um Bankgeschäfte fast jeglicher Art mit dem Kunden abzuwickeln. „Das ist kein Call-Center. Am anderen Ende des Hörers sitzen Experten“, verdeutlicht Mühlhaus. Nach Mollenfelde habe die Volksbank rund 500 Briefe gesendet, um über das Servicecenter zu informieren. „Und schon am nächsten Morgen habe ich mitbekommen, dass ein Mollenfelder dort angerufen hat“, sagt Mühlhaus.

Der Bankbus fährt Angerstein, Behrensen, Billingshausen, Bishausen, Bühle, Elvese, Hevensen, Holzerode, Lütgenrode, Parensen, Reyershausen, Spanbeck, Sudershausen, Wolbrechtshausen, Wiershausen, Mollenfelde und seit neuestem auch Lippoldshausen an.

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