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Volle Kelle

Tageblatt-Wochenendkolumne Volle Kelle

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Zwei Themenwünsche sind als Reaktion auf meine vorige Kolumne in der Redaktion eingegangen.

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Stellvertretender Chefredakteur des Tageblatts: Christoph Oppermann.

Quelle: EF

1.) Die Beschreibung des „Umgangs der aktuell im Stadtrat agierenden Parteien miteinander/untereinander sowie deren Umgang mit der Stadtverwaltung und letztlich auch mit dem Bürgerwillen“, geliefert von einem „ohne mit Göttinger Stallgeruch behafteten Redakteur/Journalisten“. Der Aufforderung komme ich zwar nicht den Buchstaben, aber dem Sinn nach gern nach. Das wird eine Daueraufgabe, und die werden wir in der gesamten Redaktion sehr gern erledigen. Auch regelmäßig, ausführlich und verständlich. Versprochen.

2.) Die Begründung, „warum sich das Impressum der Printversion des GT vom Impressum auf goettinger-tageblatt.de fundamental unterscheidet und das schon seit Anfang September“. An dieser Stelle würde der Kölner Kabarettist Jürgen Becker vom „mystischen Moment der Arbeit“ sprechen. Mystisch mal beigehen... . Ist jetzt veranlasst, sollte in den allernächsten Tagen technisch erledigt sein. Was war noch? Erbsensuppe. Hab’ ich’s doch wieder.

Göttingen ist g... ganz bemerkenswert. Niemand nimmt hier irgendein Thema auf die leichte Schulter. Nicht mal Erbsensuppe. Schon gar nicht Erbsensuppe. Und schon überhaupt nicht solcherlei Erbsensuppe, deren Verkaufserlös für Hilfsbedürftige gedacht ist. Herrliche Leserzuschriften bekommt die Redaktion seit einigen Tagen. Anfangs mutmaßte ich, die Satirefährigkeit Göttingens erschöpfe sich in Betrachtungen eines Kragenbären, der sich selbst Befriedigung verschafft (macht der mit links), aber weit gefehlt.

Es geht um die ganz großen Fragen. Dürfen Moslems Erbsensuppe essen? Kollidiert deren Verzehr (Erbsensuppe, nicht Moslems) mit irgendwelchen Vorschriften der jüdischen Religion? Hatte die Ursprungsversion des Specks im Diesseits ein gutes Leben? Sind die Erbsen auch ganz bestimmt repressionsfrei gezogen, linksdrehend gesäubert und fair gehandelt worden? Bekommt diese Mahlzeit auch unseren Kinderinnen und Kindern? Wird es Lars-Leander, Torben-Frederik und Desiree-Chantalle auch ganz sicher schmecken? Dürfen Veganer und Vegetarier nicht spenden? Müssen diese gar hungern? Haben das alles amerikanische Zahnärzte empfohlen? Ach ne, das wollte nur Kevin wissen, und der war ja allein zu Haus.

Das sind so Fragen. Ich habe keine so Antworten. Außer vielleicht: Selbst probieren. Sonnabend, 15. November, 10 bis 13 Uhr im Kaufpark. Dort verkaufen Göttinger Promis wieder „volle Kelle“ Erbsensuppe für die Aktion „Keiner soll einsam sein“. Portion kost’ drei Euro, die meisten geben vier. Is’ ja für’n guten Zweck.

Von Christoph Oppermann

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