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Vom Navi in die Hecke gelotst

Anwohner im Niemetal ärgern sich Vom Navi in die Hecke gelotst

Vor einigen Wochen war es wieder einmal soweit – ein Lastwagenfahrer hat beim Versuch, wenige Meter unterhalb der Spießmühle seinen Sattelzug zu wenden, die Hecke am Grundstück von Familie Grischke beschädigt. „Das ist total nervig“, sagt Silke Grischke, denn das sei schon häufiger passiert.

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Schon wieder: Die Hecke der Familie Grischke wird immer wieder bei missglückten Wendemanövern von Lastwagen beschädigt.

Quelle: Pförtner

Niemetal. Juliane Hardt ist direkte Nachbarin der Familie Grischke, bewohnt die Spießmühle und kennt das Problem, das Anwohner an der Niemetalstraße schon seit mehreren Jahren beklagen: Im Ort weist ein Verkehrsschild darauf hin, dass nach 900 Metern mit Ausnahme von Land- und Forstfahrzeugen die Durchfahrt für Lastwagen über 3,5 Tonnen verboten ist. Auch der zusätzliche Hinweis „Keine Wendemöglichkeit für Lkw“ hängt dort.

Doch vor allem von auswärtigen Fahrern, die das Niemetal als Abkürzung zur Weser nutzen, werde das Schild übersehen. Sie fahren aus Löwenhagen heraus und stellen unterhalb der Spießmühle – dort steht ein weiteres Verbotsschild – fest, dass die Kreisstraße 201 zu schmal ist. Nicht selten enden die folgenden Rangierversuche dann in Grischkes Hecke. „Meist sind das Doppel-Achser“, sagt Susanne Grischke, „aber die haben hier keine Chance zu drehen“. Manche fahren sich auch fest, so Hardt: „Ich musste schon zweimal Lastwagen mit dem Traktor rausholen.“

Für Christian Grischke ist die Sache klar: „Die Beschilderung im Ort ist nicht ausreichend.“ Doch der Landkreis sieht das anders: „Verkehrsteilnehmer müssen sich beim Passieren der Beschilderung an der Einmündung Varloser Straße bewusst sein, dass die Weiterfahrt in 900 Metern nicht mehr möglich ist. Sofern ihr Ziel nicht innerhalb dieser Entfernung liegt, müssen sie bereits an der Einmündung ihre Route ändern“, antwortet Landkreissprecher Ulrich Lottmann auf Tageblatt-Anfrage. Immerhin soll die Situation im September im Rahmen einer Verkehrsschau vor Ort begutachtet werden, teilt Mathias Eilers (SPD), Bürgermeister der Samtgemeinde Dransfeld mit.

Christian Grischke berichtet, er habe sich schon mit verirrten Lastwagenfahrern unterhalten und dabei erfahren, dass die Niemetalstraße (K 201) als kürzeste Verbindung in Richtung Bodenfelde in Lkw-Navigationssystemen angezeigt werde. In diesem Punkt will sich, so Lottmann, die Verkehrsbehörde des Landkreises mit einem weltweit führenden Unternehmen, „das sich auf die Erstellung von Karten-Material für Navigationsgeräte und Routenplaner spezialisiert hat“, in Verbindung setzen und das Problem besprechen.

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