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Vom Tageszeitungsverlag zum digitalen Medienhaus

UDL in Göttingen Vom Tageszeitungsverlag zum digitalen Medienhaus

Um Medienwandel, Fake News und die schnelle Nachricht ist es am Freitag beim Semesterauftakt der Universität des Dritten Lebensalters (UDL) gegangen. Die meisten der etwa 50 Zuhörer sind Leser des Göttinger Tageblatts, wie Tageblatt-Chef und Referent Uwe Graells erfreut feststellte.

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Uwe Graells bei der UMG: "Das Tageblatt setze auf seine Stärke als Heimatzeitung."

Göttingen. Wie aus „dem guten alten Tageblatt“ – immerhin 128 Jahre alt – langsam aber sicher ein digitales Medienhaus wird, werde der Referent der Semesterauftaktveranstaltung berichten, kündigte UDL-Vorsitzender Horst Keppler den Vortrag des Tageblatt-Chefredakteurs und Geschäftsführers eingangs an. Die meisten der Zuhörer im Alter jenseits der 50 lesen das Tageblatt als Print-Ausgabe. Aber das Mediennutzungsverhalten der Gesellschaft habe sich verändert. Gerade jüngere Menschen erreichte man so nicht mehr, so Graells. „Wir müssen uns neu ausrichten“, machte er klar.
Mit dem Medienwandel und dem Internet einher gehe auch das Mediennutzungsverhalten der Menschen. Das Kerngeschäft der Tageszeitung sei die Nachricht, sagte der Tageblatt-Chef. Und die gelte es immer schneller zu verbreiten.  „Wir müssen dabei alle Wege bespielen.“ Wichtige Ausgabekanäle seien heute E-Paper, News-App für das Smartphone, Whatsapp-Push-Meldungen und Beiträge über die sozialen Netzwerke wie Facebook und Twitter. Das habe auch die Arbeitsweisen der Redaktion stark verändert, berichtete Graells weiter.
In Zukunft würden nur noch hochqualitative Zeitungen, die Hintergründe liefern, überleben, meinte Graells. Und die Heimatzeitung.  
Das Tageblatt setze auf seine Stärke als Heimatzeitung sagte der Tageblatt-Geschäftsführer und Chefredakteur und ergänzte: „Ich glaube, dass die Menschen Bedarf an gutem Journalismus haben.“ Mit Blick auf sogenannte Fake News oder dem Begriff Lügenpresse, vom aufkommenden Populismus geprägt, bezeichnete Graells die Rolle der Medien als elementar wichtig. „Glauben sie nicht jeden Facebook-Post“, warnte er. „Eine Nachricht ist schnell in der Welt. Wir kümmern uns um die Wahrheit.“ Die Überprüfung einer Nachricht und die Gegenrecherche bei verschiedenen Quellen seien die Instrumente, so Graells auf eine Zuhöreranfrage, um Fake News zu erkennen.
Warum in manchen Texten lediglich „nach GT-Informationen“ stehe, lautete eine weitere Frage. „Quellenschutz ist der einzige Weg, um Missstände überhaupt aufzudecken“, sagte der Tageblatt-Chef. Diese Formulierung sei daher das Gütesiegel dafür, dass die Information verifiziert worden sei.

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