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Von Fischen, die wie Menschen ertrinken können

Aquarien- und Terrarienausstellung im Alten Botanischen Garten Von Fischen, die wie Menschen ertrinken können

5000 bis 8000 Besucher hat die Aquarien- und Terrarienausstellung im Alten Botanischen Garten in den vergangenen Jahren angelockt. Auch in diesem Jahr richtet der Aquaristische Arbeitskreis Leinetal (AAL) seine Ausstellung von Sonnabend, 14. August, bis Sonntag, 22. August, zeitgleich zu den Victoriablütennächten dort aus.

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Ab Sonnabend im Alten Botanischen Garten: Auch der Koi, eine Zuchtform des Karpfens, ist auf der Aquarienausstellung dabei.

Quelle: EF

Garnelen, Wasserpflanzen, Frösche und Fische werden in einer 16 Meter langen, etwa drei Tonnen schweren Schauanlage ausgestellt, die extra aus Bayern herbeigeschafft wurde. In insgesamt 35 Becken mit einem Fassungsvolumen von 3500 Litern können die Besucher rund 60 Fischarten ansehen. Sie lernen Fische kennen, die Luft zum Atmen brauchen und deshalb wie Menschen ertrinken können. Ausgestellt werden auch Arten, die ihre Eier im Maul ausbrüten, Schaumnester bauen oder lebend gebären. Wieder andere Fische werden in ihrer Heimat für Schaukämpfe eingesetzt.

In den Terrarien wohnen farbenprächtige Reptilien, Pfeilgiftfrösche und Insekten. Nachgebaut werden für sie Ausschnitte von Bächen, Flüssen und Seen sowie von Regenwäldern und Savannen. Auch Freunde der zur Zeit beliebten Kleinstaquarien (Nanoaquarien) kommen in der Ausstellung auf ihre Kosten. Im benachbarten Botanischen Institut tagt zeitgleich, aber nicht öffentlich, eine überregionale Interessengruppe für Garnelen, Krebse und sonstige wirbellose Tierarten. Diese Interessengruppe wird die Aquarienausstellung mit einer Sonderausstellung mit sechs Becken in der Woche und am Sonntag, 22. August, mit 18 Nanobecken für Ziergarnelen, Schnecken und Kleinstfischen bereichern.

Der AAL wurde im Januar 1990 im „Seeblick“ am Kiessee in Göttingen gegründet. Ziel ist die Arterhaltung und Verbreitung von Aquarienfischen, Amphibien, Wirbellosen und Wasserpflanzen und deren Zuchtformen zum Schutz der wildlebenden Arten. Zu diesem Zweck organisiert er Treffen zum Erfahrungsaustausch, Vortragsabende, Börsen und Ausstellungen. Vereinsfahrten führen beispielsweise in Zoos mit angliedertem Aquarium und Exotarium wie in Berlin, Frankfurt oder Leipzig. Der Verein hat zurzeit 25 Mitglieder und würde gerne größer werden. Das Einzugsgebiet umfasst Göttingen und den Landkreis, das Leinetal, Nordhessen, Nordthüringen, das Eichsfeld und den Harz. Zweimal im Jahr veranstaltet AAL eine Züchter- und Tauschbörse in der Jugendherberge Göttingen. Vereinstreffen ist im Lokal „Zur Sternwarte“ an jedem dritten Freitag im Monat.

Die Ausstellung im Überwinterungshaus (Orangerie) des Alten Botanischen Gartens, Untere Karspüle 2, Am Stadtwall in Göttingen, ist von Sonnabend, 14., bis Sonntag, 22. August, täglich von 11 bis 21.30 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 22. August, beginnt um 14 Uhr der Verkauf von Fischen und Pflanzen. Ansprechpartner für die Wirbellosen und Nanoaquarien erreichen Interessierte per E-Mail an lueck.roland@gmail.com.

Von Ute Lawrenz

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