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Bürgermeister schon vor Kreisfusion vereint

Vorbereitungsrunde für neuen Kreis Göttingen Bürgermeister schon vor Kreisfusion vereint

Gut einen Monat vor der Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode haben sich die hauptamtlichen Bürgermeister der Städte und Gemeinden aus beiden Regionen getroffen. Unter anderem diskutierten sie über gemeinsame Anstrengungen bei der Flüchtlingsintegration, beim sozialen Wohnungsbau und Katastrophenschutz.

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Gut einen Monat vor der Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode: Gemeinsam haben die Bürgermeister der Städte und Gemeinden die drängensten Themen besprochen.

Quelle: R

Göttingen. Die Weichen sind gestellt: Am 1. November vereinen sich die Landkreise Göttingen und Osterode zum neuen Landkreis Göttingen. Damit die Fusion gelinge, sollte die Zusammenarbeit aller 19 Gemeinden, Samtgemeinden und großen Städte frühzeitig abgestimmt werden, erklärte der künftige Landrat des neuen Landkreises, Bernhard Reuter, zu Beginn der Konferenz. Reuter und seine Dezernenten hatten zu der Versammlung eingeladen – alle Gemeinden waren vertreten, so der Sprecher der Kreisverwaltung, Ulrich Lottmann.

Oberstes Ziel der Fusion sei es, als größere Einheit „aufzuschließen zur Entwicklung des Landes“. Vor diesem Hintergrund stehe der neue Landkreis Göttingen vor einer „Aufholjagd“, so Reuter. Wichtigstes Instrument dafür sei das Südniedersachsenprogramm.

Unter anderem mit folgenden Themen befassten sich die Hauptverwaltungsbeamten und Vertreter während ihrer zweieinhalbstündigen Runde:

2470 Flüchtlinge sind nach Angaben von Kreisrat Marcel Riethig zurzeit in Göttingen untergebracht, 577 im sonstigen Altkreis Göttingen und 1381 im bisherigen Kreis Osterode. Es gebe zwar eine Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe als Schnittstelle vieler Integrationsprojekte, aber bei dieser Herausforderung seien die Städte und Gemeinden unverzichtbare Partner, so Riethig.

Mit Blick auf fehlende Wohnungen besonders für Geringverdiener und alte Menschen mit besonderen Bedürfnissen regte Riethig ein Wohnraumförderkonzept im Landkreis an. Mehrere Bürgermeister berichteten über bereits gelungene Projekte in diesem Bereich. Darüber wollen sich die Amtsträger jetzt intensiver austauschen.

Reuter warb bei den Bürgermeistern für das Azubi-Kulturticket des Landschaftsverbandes Südniedersachsen. Die Kommunen müssten sich auch jungen Menschen als attraktive Arbeitsgeber-Standorte präsentieren, wenn sie im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen wollen.

Im Zivil- und Katastrophenschutz setzten sich die Gemeindevertreter für eine Koordination durch den Landkreis ein. Eine enge Verbindung von Gemeinden und Kreis sei „unabdingbar“ bestätigte die Erste Kreisrätin Christel Wemheuer. Für einen effektiven Bevölkerungsschutz müsse „jeder auf seiner Ebene Vorsorge treffen“.

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