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Vorranggebiete für Windräder: Hann. Münden warnt vor zu großer Eile

Stellungnahme zum Teilregionalplan Energie Nordhessen Vorranggebiete für Windräder: Hann. Münden warnt vor zu großer Eile

Das Land Hessen sollte Vorranggebiete für Windenergie nur nach und nach ausweisen, wie es das in der Vergangenheit etwa auch bei den Flora-Fauna-Habitaten gemacht hat. So ließen sich in den kommenden Jahren veränderte Rahmenbedingungen etwa beim Siedlungsverhalten geschützter Arten oder aufgrund des technischen Fortschritts berücksichtigen. Das regt die Stadt Hann. Münden in ihrer Stellungnahme zum Teilregionalplan Energie Nordhessen an.

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Hann. Münden. „Es macht keinen Sinn, heute schon zwei Prozent der Landesflächen als Vorranggebiete für Windenergienutzung auszuweisen“, erläutert dazu Hann. Mündens Stadtplaner, Siegfried Pflum. Er hat die Stellungnahme ausgearbeitet. Durch das „vorschnelle Vorgehen“ würden nämlich andere Ziele der Regionalentwicklung verletzt. Pflum nennt etwa touristische Belange. So hätten Windkraftanlagen auf sechs vorgesehenen Flächen im Reinhardswald und im Bereich Hübenthal „inakzeptable Auswirkungen“ auf das Landschaftsbild in den Flusstälern.

In der Stellungnahme äußert die Stadtverwaltung zudem Zweifel an der bevorzugten Ausweisung von Vorrangflächen in Wäldern. Die Nordhessen würden so die ebenfalls als Ziele der Regionalplanung definierte Entwicklung des Natur- und Landschaftsraum sowie von Erholungsgebieten nicht ausreichend berücksichtigen.

Kritisch sieht die Stadt, dass die Windräder in sogenannten beschleunigten Verfahren umgesetzt werden sollen. Damit würde die Öffentlichkeit fast nicht mehr an der Ausgestaltung der Kraftwerke beteiligt werden. Nordhessen überlasse das weitgehend den Projektentwicklern und Investoren. Pflums Fazit: „Die Regionalplanung passt sich dem Vorhaben und nicht das Vorhaben der Regionalplanung an.“

mic

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