Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Schattenministerin will für Landwirte kämpfen

Wahlkampf Schattenministerin will für Landwirte kämpfen

Barbara Otte-Kinast, von Landtagskandidat Bernd Althusmann (CDU) ins Schattenkabinett berufen, hat am Donnerstagabend die südniedersächsischen CDU-Kandidaten Harm Adam (Wahklreis 16 Göttingen/Hann. Münden) und Ludwig Theuvsen (Wahlkreis 17 Göttinge) im Wahlkampfendspurt unterstützt.

Voriger Artikel
Spritze gegen Infektionskrankheiten
Nächster Artikel
SPD-Werbung mit Weil und Schwesig in Grone

Wahkampfendspurt auf dem Bauernhof: Die CDU-Landtagskandidaten Ludwig Theuvsen und Harm Adam (von rechts) mit Schattenministerin Barbara Otte-Kienast.

Quelle: Arne Bänsch

Esebeck. Auf dem Hof der Esebecker Familie Sohnrey zählte Barbara Otte-Kienast vor etwa 150 Gästen eine Reihe von Handlungsfeldern auf, denen sie sich im Falle eines CDU-Wahlsieges widmen werde. Statt den bäuerlichen Betrieben immer wieder Knüppel zwischen die Beine zu werfen, müssten deren Probleme gehört und angegangen werden, sagte Otte-Kinast. „Landwirtschaft muss wieder wertgeschätzt werden“, betonte sie.

Otte-Kinast, Jahrgang 1964, ist selbst in der Landwirtschaft zuhause, wie sie betont. Sie sei gelernte ländliche Hauswirtschafterin und führe mit ihrem Mann einen landwirtschaftlichen Betrieb in Bad Münder. Außerdem sei sie Vorsitzende des niedersächsischen Landfrauenverbandes Hannover – ein Posten, den die CDU-Frau seit der Berufung in das Schattenkabinett von Bernd Althusmann ruhen lasse. „Mein Herz schlägt für die Landwirtschaft“, sagte sie, und sie kenne von vielen Besuchen auf Höfen und in Dörfern im ländlichen Raum in den vergangenen Wochen die Probleme der Bauern.

Auf Wirtschaft in der Landwirtschaft stärker besinnen

Es gebe viele top ausgebildete junge Leute, die beispielsweise den elterlichen Hof übernehmen wollten, sagte Otte-Kinast. Viele Landwirte wollten Geld in die Hand nehmen, um Investitionen zu tätigen. Aber ihnen würden immer wieder Knüppel zwischen die Beine geschmissen. „Landwirte brauchen Gewissheit, dass ihr neuer Stall Bestand haben wird“, nannte sie ein Beispiel. Das Agrar-Ressort in der Landesregierung müsse sich wieder stärker auf den Bereich Wirtschaft im Bereich der Landwirtschaft besinnen, forderte sie, damit junge Bauern eine Zukunft hätten. Dabei spiele auch die Digitalisierung im ländlichen Raum eine wesentliche Rolle.

Bei Tierwohl und Verbraucherschutz müssten nach Auffassung von Otte-Kinast alle Beteiligten gemeinsam nach „praxistauglichen Lösungen“ gesucht werden. Vorgaben wie etwa die neue Düngemittelverordnung seien nicht zuende gedacht und müssten gegebenenfalls nachgebessert werden.

Produktion richtet sich nach Bedarf der Konsumenten

Weiterhin wolle sie sich im Falle eines Wahlsieges der CDU dafür einsetzen, dass der Verbraucher und auch schon in den Schulen besser über die moderne Landwirtschaft und deren Herausforderungen aufgeklärt werde. Und, so Otte-Kinast weiter, landwirtschaftliche Produktion richte sich auch nach dem Bedarf der Konsumenten. Ernährung sei Privatsache, betonte sie und ergänzte: „Wenn einer Fleisch und Wurst essen will, dann produzieren wir das in Niedersachsen.“

„Wenn sie mich als Landwirtschaftsministerin haben wollen, müssen sie ihn wählen“, merkte Otte-Kinast eingangs an und meinte CDU-Landtagskandidat Harm Adam, der die rund 150 Gäste in der Scheune der Familie Sohnrey zum Wahlkampf-Endspurt der CDU begrüßt hatte und eine „Politik für den ländlichen Raum“ forderte. Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolk-Kreisverbands Göttingen, wünschte sich von der neuen Landesregierung – welche Konstellation auch immer am Wahlsonntag herauskomme –, „dass wir wieder auf einem vernünftigen Niveau miteinander sprechen“. Denn, so Hübner, im Bereich Landwirtschaft gebe es zurzeit viele Baustellen.

Von Britta Eichner-Ramm

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Landtagswahl: So feiern die Parteien in Göttingen und der Region