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Waldbühne: Märchen-Ensemble spielt nicht mehr Ein Stück Kindheit stirbt

Kommentar

Ein Stück Kindheit stirbt

3D-Actionkino, Computerspiele und TV-Soaps für alle Altersklassen haben klassische Märchen längst in eine Kultur-Nische gedrängt – auf dem Büchermarkt ebenso wie auf der Bühne.

Letzte Vorstellung: Mit dem Zwerg im Märchenstück „Schneeweißchen und Rosenrot“ legt sich auch das Volkstheater zu Ruhe.

© CH

Und doch haben sie immer noch ihren Platz, wenn es darum geht, Kindern in gemäßigtem Tempo einen Moment spannende Entspannung zu ermöglichen oder ihnen auf simple Weise den Unterschied von Gut und Böse zu veranschaulichen.

Während Märchen auf den großen Bühnen allerdings längst verschwunden sind, hat das Göttinger Volkstheater ihre Fahne unermüdlich hoch gehalten. Kalten und verregneten Sonntagen zum Trotz hat das Ensemble seit Jahrzehnten unermüdlich Märchenklassiker auf die Bremker Waldbühne gebracht.

Und das nicht nur zur Freude unzähliger Kinder. Auch ihre Eltern und Großeltern kamen gerne mit. Schon für sie war es in jungen Jahren (und ist es teilweise immer noch) familiäre Tradition, im Sommer die Waldbühne zu besuchen. Mit dem Ende des Spielbetriebes stirbt für viele Südniedersachsen ein Stück Kindheit.

Von Ulrich Schubert

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