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Walnussbaum gefällt: Anwohner protestieren

Rechtens und unumgänglich Walnussbaum gefällt: Anwohner protestieren

Nachdem in der Südstadt auf einem Privatgrunstück an der Riemannstraße ein alter Walnussbaum gefällt worden ist, regt sich in der Nachbarschaft Protest. Anwohner erinnern mit Lied-Texten und Fotos an den Baum. Die Stadtverwaltung und der Grundstückseigentümer betonen, die Fällung sei rechtens und unumgänglich gewesen.

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Quelle: EF

Göttingen. „Wir trauern um einen wunderschönen alten Walnussbaum“: Diesen Satz hatten Anwohner unlängst mit Fotos garniert auf ein Plakat geschrieben. Es hing an einem Laternenpfahl vor dem betreffenden Grundstück und enthielt außerdem Textzeilen des Liedes „Mein Freund, der Baum“. Zudem meldeten sich Nachbarn beim Tageblatt und zeigten sich „entsetzt“ von der Fällung „des kerngesunden Baums“.

„Die Sache ist völlig mit rechten Dingen zugegangen. Eine Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde lag vor. Der Baum musste leider weichen, um eine Baugenehmigung umzusetzen“, erklärte dazu Detlef Johannson, Sprecher der Stadtverwaltung. Der Eigentümer habe sogar „eine Bebauungsalternative“ und eine Umsetzung des Baums prüfen lassen, um ihn nicht fällen zu müssen.

Beides sei aber nicht möglich gewesen. Grundstückseigentümer Sebastian Langer, der auf der Fläche ein Haus mit 580 Quadratmetern Wohnfläche bauen möchte, sagte, dass er den Baum am liebsten gerettet hätte, indem er das geplante Gebäude so weit wie möglich nach hinten setzen wollte.

Das habe die Verwaltung aber nicht genehmigt, weil das Haus dann nicht mehr auf Höhe der anderen Gebäude gestanden hätte. „Ich hätte den Baum niemals gefällt, wenn es eine andere Möglichkeit gegeben hätte“, betonte Langer. Er werde nun eine Ersatzpflanzung vornehmen.

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