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Walter Peters aus Eberhausen päppelt junge Wildkatze auf

„Wie ein kleiner Tiger“ Walter Peters aus Eberhausen päppelt junge Wildkatze auf

Noch vor einer Woche war nicht klar, ob sie überhaupt überlebt. Heute macht Walter Peters‘ Zögling seinem Namen alle Ehre. Der Eberhäuser päppelt zurzeit eine kleine Wildkatze auf.

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Kitty, die kleine Wildkatze.

Quelle: Vetter

Eberhausen . Er fand das Tier an seinem Haus an der Papiermühle in Eberhausen. Die kleine Katze habe dort gekauert und kläglich miaut, erinnert sich Peters. „Sie war mehr tot als lebendig“, sagt er. Anhand der Zeichnung habe er sofort gesehen, dass es sich um eine junge Wildkatze handle.

Peters kennt sich etwas aus, denn er ist im Vorstand des Naturschutzbundes Dransfeld aktiv. Immer mal wieder hätten auch Wildtiere in seinem Stall am Waldrand Zuflucht gesucht. Woher jedoch die kleine Wildkatze kommt bleibt im Dunkeln. Peters‘ Nabu-Vorstandskollege Jürgen Endres vermutet, dass das Tier möglicherweise auch gezielt bei Peters abgesetzt worden sei.

Peters kümmert sich seither um „Kitty“, wie er die etwa vier Wochen alte Wildkatze inzwischen nennt. Als er sie vor einer Woche bei sich aufnahm, war sie in sehr geschwächtem Zustand. Die Tierärztin in Göttingen, zu der Peters das Tier noch am Vormittag brachte, habe der Kleinen kaum eine Chance gegeben. „Sie war total unterkühlt“, so Peters.

Walter Peters aus Eberhausen päppelt junge Wildkatze auf. © Vetter

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Die Ärztin wollte der Wildkatze eine Injektion geben, berichtet der Eberhäuser weiter, „aber sie hatte so kleine Nadeln gar nicht“. Die Medizinerin empfahl Peters, die junge Katze zu wärmen, und so habe er Klein-Kitty unter sein Fleece gesteckt und den ganzen Tag über mit sich herumgetragen. „Gegen Abend merkte ich dann, dass sie sich langsam rührt“, berichtet Peters.

Er habe von der Tierärztin Welpenaufbaufutter mitbekommen, das er seinem Pflegetier gab. „Da hat sie schon gefaucht und ihre Krallen ausgefahren“, sagt Peters und fühlte sich in seiner Einschätzung, dass es sich um eine Wildkatze handelt, bestätigt.

„Von da an ging es aufwärts“, blickt er zufrieden zurück. Inzwischen verhalte sich Kitty „wie ein kleiner Tiger“, sie spucke, fauche und fahre ihre Krallen aus, so dass er die kleine Wildkatze nur noch mit Lederhandschuhen füttere. Inzwischen stünden Futterküken – kleingehackt und leicht angewärmt – auf dem Speiseplan des Vierbeiners.

Peters nahm Kitty Anfang dieser Woche erstmals mit aufs Sofa, wie er berichtet. „Beim Kraulen merkt man, dass sie die Nähe und die Körperwärme braucht.“ Doch trotz aller Nähe, vermutlich am kommenden Wochenende will Peters die kleine Wildkatze in eine Wildtierstation bringen, wo sie dann zunächst gechippt, genetisch untersucht und später wieder ausgewildert werden soll.

Verbreitung der Wildkatze in Niedersachsen

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