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Wanderausstellung und Symposium zum Rotmilan im Göttinger Kreishaus

Heimlicher Wappenvogel Wanderausstellung und Symposium zum Rotmilan im Göttinger Kreishaus

Einen reich gedeckten Tisch findet der Milan hierzulande schon lange nicht mehr. Dabei sei er „Deutschlands heimlicher Wappenvogel“, sagte Peer Cyriacks von der Deutschen Wildtier Stiftung bei der Eröffnung der Wanderausstellung zu dem eleganten Greifvogel im Kreishaus.

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Thema Rotmilan: Ausstellungseröffnung im Kreishaus.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Wer sie sich ansieht, erfährt, warum sie gerade hier Station macht: Etwa 20 000 Rotmilanpaare machen weltweit den Gesamtbestand dieser Art aus.

Mehr als die Hälfte davon leben in Deutschland. Und nirgendwo sonst gibt es mehr Rotmilane als in Südniedersachsen, in der Umgebung des Harzes.

Damit das so bleibt, hat in Göttingen am Donnerstag mit Eröffnung der Wanderausstellung ein zweitägiges Symposium zu dem Vogel begonnen. Fast 90 Fachleute aus In- und Ausland sind zu der Veranstaltung des Landschaftspflegeverbands Landkreis Göttingen gekommen.

Im Rahmen des nationalen Projekts „Rotmilan-Land zum Leben“ richtete er das Symposium aus. Das Projekt wird durch das Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ vom Bundesamt für Naturschutz gefördert.

„Viele falsche Freunde“

Dem Rotmilan gehe es immer schlechter, das beklagt der Landschaftspflegeverband. In den vergangenen 25 Jahren habe der Bestand um ein Drittel abgenommen. Als Hauptgrund wird in der Ausstellung der Strukturwandel in der Landwirtschaft genannt: die Umstellung von Sommer- zu Wintergetreide, die Rinderhaltung im Stall statt auf der Weide, die Anpflanzung von Mais statt Luzerne und Kleegras.

Hinzu komme neuerdings auch die Windkraft. „Viele falsche Freunde“ habe der Milan unter den Windkraftgegnern gewonnen, sagte Ute Grothues vom Landschaftspflegeverband. Aber der Vogel hat auch echte Freunde. 70 Landwirte haben sich laut Grothues einer Agrarumweltmaßnahme für den Rotmilan angeschlossen. 600 Hektar Land stünden im Landkreis Göttingen dafür zur Verfügung.

Das Symposium soll dabei helfen, die richtigen Maßnahmen für den Rotmilan zu wählen. Zum Beispiel geht Oliver Krone vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin den Todesursachen und Krankheiten nach. Einen Überblick über Aktionspläne für den besonderen Vogel in der Schweiz, in Frankreich und in Italien gibt der Schweizer Adrian Aebischer.

In einem Abschlussplenum wird angestrebt, erfolgversprechende Schutzmaßnahmen und Beratungskonzepte zu finden.

Die Wanderausstellung zum Rotmilan ist bis Mitte November während der Öffnungszeiten des Kreishauses zu sehen. Infos im Internet: rotmilan.org.
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