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Wann ist kurz zu kurz?

Schule im Schwarzwald verbietet ihren Schülerinnen Hotpants Wann ist kurz zu kurz?

Das schriftliche Verbot von zu knapper Kleidung an einer Werkrealschule in Altheim im Schwarzwald geht derzeit durch die Medien. In einem Brief hat die Schulleitung die Eltern dazu aufgefordert, darauf zu achten, dass ihre Töchter keine Hotpants oder bauchfreien Shirts tragen.

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Quelle: Kraufmann/dpa (Symbolfoto)

Göttingen/Altheim. Nicht nur vor dem Hintergrund der derzeitigen Hitzewelle sorgt diese Anordnung deutschlandweit für Kritik. Außerdem hat die Schule festgelegt, dass unangemessen bekleidete Mädchen ein übergroßes T-Shirt gestellt bekommen, das sie bis Schulschluss tragen müssen. Für Claus-Peter Siebert, Vorsitzender des Göttinger Stadtelternrats, geht das definitiv zu weit. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass so etwas in Göttingen ernsthaft Thema sein könnte. Es wird was Schule angeht schon so viel geregelt, das muss nicht auch noch geregelt werden.“ Für Siebert zähle allein der freie Wille der Schüler – sonst nichts.

Tom Wedrins, Schulleiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule, ist der Ansicht, dass kurze Kleidung durchaus zum Problem werden kann. „Wenn Klassenleitungen an die Schüler appellieren, dann unterstützen wir das.“ Allerdings: „Ein generelles Verbot ist nicht rechtmäßig.“ Welches Kleidungsstück im Zweifelsfall zu freizügig ist, sei daher immer im Einzelfall zu entscheiden. „Wer sagt schon, was genau angemessen ist?“

Der kommissarischer Schulleiter der Berufsbildenden Schulen in der Godehardstraße (BBSII), Guido Ahlborn, sieht die Sache ganz entspannt. An seiner Schule hätte es weder von Schüler- noch von Lehrer-Seite Beschwerden wegen zu kurzer Hosen oder zu viel nackter Haut gegeben. Die Schülerinnen dürften tragen was sie wollen, er sehe auch keinen Grund, dies zu ändern. Von einem Verbot hält er überhaupt nichts. Die Lehrer an der BBS wüssten um ihren Lehrauftrag, und der hätte nichts mit einer Kleiderordnung zu tun.

Von Sebastian Wels und Jonas Rohde

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