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War schlechtes Wetter Ursache für Flugzeugabsturz in Südniedersachsen?

Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung legt Zwischenbericht vor War schlechtes Wetter Ursache für Flugzeugabsturz in Südniedersachsen?

Zum Zeitpunkt des Absturzes eines Kleinflugzeugs am Karfreitag in Südniedersachsen, bei dem der Pilot ums Leben gekommen war, herrschten offenbar widrige Wetterbedingungen. Das geht aus einem Zwischenbericht hervor, den die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig am Mittwoch veröffentlicht hat.

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Abgestürzte Maschine

Quelle: Hessennews TV

Nieste/Braunschweig. Ob man daraus allerdings Rückschlüsse auf die Absturzursache ziehen könne, sei noch unklar, sagte BFU-Sprecher Jens Friedemann. Dazu werde es erst Angaben im Abschlussbericht geben, der in einigen Monaten vorgelegt werden soll.

Ein von der BFU beim Deutschen Wetterdienst angefordertes meteorologisches Gutachten kommt zwar zu dem Ergebnis, dass beim Abflug der Absturzmaschine in Kassel-Calden „wohl ausreichende Wetterbedingungen“ gegeben waren. Im weiteren Verlauf aber „könnte es im Bergland noch mit hoher Wahrscheinlichkeit zu leichten Niederschlägen“ gekommen sein. Zudem beflog laut Zwischenbericht ein anderer Pilot etwa sieben bis acht Minuten vor der Absturzmaschine die gleiche Strecke. Er berichtete demnach von „unerwarteten Wetterbedingungen“ in dem betreffenden Gebiet. Er gab an, „in einen Schneeschauer geraten zu sein, in dem er keine Sicht mehr hatte und die Tragflächen seines Flugzeuges zu vereisen begannen“. Weitere Hinweise auf eine mögliche Absturzursache finden sich in dem Zwischenbericht nicht.

Das Kleinflugzeug, eine Piper PA 28RT, war am Karfreitag gegen 9 Uhr am Flughafen Kassel-Calden ohne Probleme mit Flugziel Sömmerda bei Erfurt gestartet. Wenig später stürzte es in ein schwer zugängliches Waldgebiet am Umschwang an der hessisch-niedersächsischen Grenze. Das Wrack der Maschine und die Leiche des 68-jährigen Piloten aus der Nähe von Erfurt wurden erst nach stundenlanger Suche gefunden. Die Obduktion der Leiche ergab, dass der Mann bis zum Zeitpunkt des Aufpralls der Maschine noch gelebt hatte, er also durch den Absturz ums Leben gekommen war.

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