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Warnstreiks: Kitas bleiben geschlossen

Neues Rathaus Warnstreiks: Kitas bleiben geschlossen

Rund 300 Beschäftigte aus Sozial- und Erziehungsdiensten haben in Südniedersachsen am Mittwoch die Arbeit für einen Warnstreik niedergelegt. Aufgerufen hatten die Gewerkschaften Verdi und Komba.

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Rund 300 Teilnehmer versammelten sich vor dem Neuen Rathaus in Göttingen.

Quelle: Brakemeier

Göttingen. In Göttingen blieben die zwölf kommunalen Kinderstagesstätten sowei der KEI-Kindergraten komplett geschlossen.

Nur eine Notgruppe in der Kindertagesstätte Weende-West war geöffnet. Auch in Duderstadt, Northeim, Einbeck und Osterode streikten Erzieherinnen, Kindertagesstätten blieben dort ganz oder teilweise geschlossen.

Es geht den Streikenden um mehr gesellschaftliche Anerkennung und um mehr Geld. "Eine Aufwertung unserer Beruf ist schon lange fällig", sagte Frederike Güler von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Im Schnitt zehn Prozent mehr Gehalt fordert Verdi. "Unsere Arbeit ist gesellschaftlich relevant.

Unser Verdienst beträgt aber nicht annähernd so viel wie der eines Facharbeiters in der Industrie", sagte Güler. "Im Vergleich zu Grundschullehrern verdienen Erzieher zu wenig", erklärte Ann-Katrhin Heutz von der Berufsbildenden Schule III in Göttingen. Im Sommer wird sie ausgebildete Erzieherin sein. Ihre Mitschülerin Julia Leunert betonte, dass die Arbeit von Erziehern bei gleichem Geld "immer mehr werde". Da sei einer höherer Verdienst gerechtfertigt. "Was wir leisten, ist etwas wert", erklärte sie.

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. © Brakemeier

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Die Streikenden, unterstützt durch Eltern und Kinder, zogen nach einer Kundgebung vor dem Neuen Rathaus über die Bürgerstraße und Groner Tor in die Innenstadt vor das Alte Rathaus zu einer Abschlusskundgebung. "Eins, zwei, drei, vier, für mehr Kohle sind wir hier", riefen sie. Neben Erzieherinnen nahmen auch Sozialarbeiterinnen aus den Landkreisen, Mitarbeiterinnen der Stadtjugendpflege in Duderstadt und der Jugendhilfe Südniedersachsen teil.

"Wir sind entschlossen, und sie Aufwertung unserer Berufe zu holen", sagte Güler. "Wir werden uns nicht abspeisen lassen." Trotz vieler Appelle hätten die Arbeitgeber bei den bisherigen Verhandlungen kein Angebot zur Aufwertung der Arbeit im Sozial- und Erziehungsdienst vorgelegt. Verdi und Komba fordern die Arbeitgeber auf, zum nächsten Verhandlungstermin am 23. März ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. "Wir werden uns nicht abspeisen lassen", sagte Güler.

Landesweit gingen am Mittwoch 2000  Beschäftigte aus den Sozial- und Erziehungsdiensten auf die Straße.

 

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