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Warten auf Elemente für Skaterplatz in Dransfeld

Treffpunkt Warten auf Elemente für Skaterplatz in Dransfeld

„Treffpunkt Skaterplatz“ – unter diesem Motto und an genau diesem Ort haben sich jüngere und ältere Dransfelder auf Einladung des Kinder -und Jugendbüros der Samtgemeinde Dransfeld am Mittwochabend zusammengefunden. Auf dem Programm standen Outdoorspiele, ein Graffitiworkshop mit Malte Orth und gemeinsames Grillen.

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Nachwuchs-Graffitikünstler gestalten Wand am Dransfelder Skaterplatz (von links): Jan-Niklas, Nils und Emil.

Quelle: be

Dransfeld. Am Rande der Veranstaltung wurde aber auch Kritik laut, denn die Installation der neuen Skaterelementen lässt auf sich warten, weil der Landkreis Göttingen zuvor ein Lärmgutachten einfordert.

 
Wie Jugendpfleger Rochus Winkler mitteilt, sei das Geld für die neuen Skaterelemente seit zwei Jahren vorhanden. Zusammen mit den Jugendlichen sei entschieden worden, dass es eine Quaterpipe, eine Olliebox und eine Rail sein sollen, die den Skaterplatz aufwerten und attraktiver machen sollen. Doch die neuen Elemente können nicht angeschafft werden, solange nicht das Lärmgutachten vorliegt. Dieses werde zurzeit von einem Akustikbüro erstellt, bestätigt Stadtdirektor Marco Gerls. Zwar weise der Hersteller die technischen Daten aus, das aber genüge dem Landkreis nicht.

 
Gerls macht den Jugendlichen wenig Hoffnung, dass die Skateranlage noch in den Ferien um die neuen Elemente ergänzt werden könne, denn es gebe ja auch Lieferzeiten beim Hersteller. „Es wird sicherlich noch einige Wochen dauern“, bevor die abschließende Baugenehmigung erfolgen könne, bedauert Gerls. „Das ist sehr schade“, kommentiert Winkler die Verzögerung, denn immerhin hätten die Jugendlichen sich bereits stark engagiert. Auch die Jugendlichen selbst äußern sich enttäuscht. „Das ist blöd, weil in ein oder zwei Jahren von uns keiner mehr hier fährt“, fasst etwa Johannes Szatmari zusammen. Die jungen Leute, die an diesem Mittwoch zusammen mit dem 17-Jährigen zum Skaterplatz gekommen sind, finden zum derzeitigen Zustand klare Worte: „Das ist hier kein Skaterplatz.“

 
Ja, es habe in der Vergangenheit Probleme mit Lärmbelästigung der Anwohner gegeben, sagt Winkler. Aber wenn es einen Platz gebe, an dem sich Kinder und Jugendliche aufhalten sollen, erfordere das von den Anwohnern ein gewisses Maß an Toleranz, ergänzt Silke Marhauer von der Aufsuchenden Jugendarbeit des Landkreises. Sebastian Walkenhorst, der zusammen mit seinen Söhnen Emil und Nils sowie Tochter Klara und Frau Bianca zum Skaterplatz gekommen ist, wundert sich: „Wir sind doch hier in Dransfeld und nicht in der Bronx.“ Deshalb gehöre es dazu, dass Jugendliche Orte haben, an denen sie sich auch ohne Aufsicht treffen können. Den Anwohnern des Skaterplatzes rät er, „alles entspannt zu sehen“, denn: „Jugendliche sind unsere Zukunft“.

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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