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Wartestress an neuer Ampel in Godehardstraße Göttingen

Grünphasen sollen überarbeitet werden Wartestress an neuer Ampel in Godehardstraße Göttingen

Die zweispurige Fahrbahn ist verengt, Autofahrer dürfen hier nur 30 Stundenkilometer fahren und jetzt gibt es auch eine fest installierte Ampel für Fußgänger: Zwei Monate nach dem schweren Unfall, in dessen Folge die Fußgängerbrücke über die Göttinger Godehardstraße abgerissen werden musste, ist die provisorische Ampellösung Geschichte.

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Grünphasen sollen noch einmal überarbeitet werden: Umstrittene Signalanlage an der Godehardstraße in Göttingen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Damit schwindet auch die Hoffnung der Schule und ihrer Elternvertreter auf eine neue Brücke. Unterdessen beklagen Schüler, dass sie teilweise zu lange auf grünes Licht warten müssen. Und Autofahrer ärgern sich über lange Wartezeiten und Staus vor der Ampel.

7.30 Uhr, Godehardstraße, Einfahrt zum Otto-Hahn-Gymnasium (OHG): Die Ampel klickt im Dauertakt, immer wieder springen die Signale um. Wartende Schüler auf dem Fußweg und haltende Autos auf der Straße wechseln sich im Halb-Minuten-Takt ab. Die Autoschlange reicht weit – stadtauswärts bis in die Königsallee. „Morgens ist da Chaos“, zitiert OHG-Schulleiterin Rita Engels Eltern und Schüler.

Über den weiteren Tagesverlauf entzerre sich die Situation zwar, Beschwerden gebe es dennoch. Von Autofahrern, weil sie jetzt oft im Stau stünden. Von Schülern, weil ihre Grünphase zu lang sei. Die Ampel ist von Beginn an umstritten. Anfang November hatte ein zu hoch beladener Transporter die einstige Fußgängerbrücke über die Godehardstraße so schwer beschädigt, dass sie angerissen werden musste.

Bestmögliche Sicherheit für Kinder

Die Stadtverwaltung reagierte sofort und installierte eine mobile Fußgängerampel. Zugleich machte sie kein Geheimnis daraus, dass sie auf eine neue Brücke verzichten möchte. Dagegen protestieren bis heute Schule und Eltern. Täglich überqueren viele OHG-Schüler die breite und viel befahrene Straße auf dem Weg zur Bushaltestelle oder zur Schulturnhalle auf dem Schützenplatz.

„Wir wollen dabei natürlich das Bestmögliche für die Sicherheit der Kinder“, sagt Engels, und das sei eine neue Brücke. Der Schule sei inzwischen aber auch klar, dass sich das nur schwer umsetzen lasse. Engels räumt ein, dass auch die jetzige Lösung „gut“ sei, aber die Ampelfrequenzen müssten nachgebessert werden. Das werde auch passieren, versichert Detlef Johannson, Sprecher der Stadtverwaltung.

Zudem würden noch Detektoren installiert, die die Fußgängerströme erfassen. Bei vielen Wartenden verlängere sich dann automatisch die Grünphase für Fußgänger. Dabei werde ein Kompromiss gesucht, der Fußgängerbelange ebenso berücksichtige, wie die der Autofahrer und der Stadtbusse. Aus Sicht der Stadtverwaltung sei die Ampel „eine absolut sichere Überquerungsmöglichkeit“.

Ob sie dauerhaft installiert bleibt oder doch eine neue Brücke gebaut wird, müsse nach einer Beobachtungsphase die Politik entscheiden – also der Rat der Stadt. Weil ein Neubau und dessen Finanzierung sehr lange dauern würde, habe die Stadt schon einmal eine feste Ampelanlage bauen lassen. Sie könne aber problemlos wieder abgebaut und bei Bedarf an anderer Stelle genutzt werden.

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