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Wasserspiel und Fußballplatz

Tag der Architektur Wasserspiel und Fußballplatz

Einblicke in neue Gebäude oder Gebäudeteile, die der Normalbürger recht selten von innen sieht, das hat der Tag der Architektur ermöglicht. Die Resonanz auf die Angebote der Architekten war überraschend groß. Den Blick hinter die Kulissen wollte sich niemand entgehen lassen.

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Quelle: Beckenbach

Göttingen. In reduzierter Formensprache kommt der Neubau des Verwaltungsgebäudes der Piller Blowers & Compressor GmbH in Moringen daher. Das 65 Meter lange, dreigeschossige Gebäude wurde von den Northeimer Architekten Jan und Mathias Albrecht erdacht. Aus dem kompakten, weißen Baukörper, der auf einem verkleideten Sockel ruht, werden das gesamte Unternehmen und die ausländischen Dependancen gesteuert. Die Fensterfront im Süden ist fast total verglast, die hochmodernen Scheiben tragen, wie die Decken mit Kühl- und Heizfunktion, zu einem angenehmen Raumklima bei. Die passend funktionelle Innenausstattung des 4000 Quadratmeter und acht Millionen Euro teuren großen Gebäudes, mit Schallschutzdecken und Hohlböden für die Kabel, stammt vom Göttinger Unternehmen pro office. Ein benachbartes Gebäude für die Kantine wird derzeit im Stil des Verwaltungsgebäudes umgebaut.

Dass Sartorius im Groner Industriegebiet baut, ist nicht zu übersehen. Doch mitten auf dem Grundstück an der Otto-Brenner-Straße ist das Produktionsgebäude für Laborinstrumente fertiggestellt und der Betrieb läuft. Das 25000 Quadratmeter große Gebäude ersetzt die Weender Produktions- und Verwaltungsstätten komplett. „Ein ganzes Fußballfeld plus Tribünen hat in der zweigeschossigen, 13 Meter hohen Produktionshalle Platz“, sagt Architekt Christian Rathmann. 1900 Tonnen Stahl wurden im 40 Millionen Euro teuren Gebäude verbaut. Das gläsernes Atrium und ein ganz eigene Tragwerkskonstruktion lassen viel Licht in das Produktionsgebäude, das Bestandteil der Masterplanung des „Sartorius Campus“ ist. Sozial- und Besprechungsräume sind bewusst nach außen gelegt, die Mitarbeiter sollen in Zukunft auf eine Grünanlage blicken können. „Offenheit ist ein Firmen-Credo“, sagt Rathmann, „die spiegelt sich auch in der Architektur wider.“

Kleine Wasserspiele gibt es im Theologicum. Die 280 Quadratmeter des Innenraums des Theologicum am Platz der Göttinger Sieben wurden im Auftrag des Universitätsbaumanagements sehr ansprechend umgestaltet. Der Waschbetonboden wurde durch kreisförmig gesetztes Kalksteinpflaster ersetzt. Ein Wasserspiel und ein Quellstein wurden eingesetzt, ein geschwungener Bachlauf und drei Hochbeete runden die Innenhofgestaltung ab, die von einer großen Zaubernuss profitiert, die den halben Innenraum abschattet. „Es kommen deutlich mehr Studierende nun an diesen Ort“, berichtet Maximilian Rother vom ausführenden Büro Landschaftsarchitektur und Umweltplanung Gerhard Kohl aus Rosdorf. „Die Studierenden haben dem Ort schon einen neuen Namen gegeben: Theoase“, freut sich Rother.

Es wurde Licht in der Duderstädter Basilika St. Cyriakus. Der bisher sehr dunkle Innenraum wurde durch bauliche Maßnahmen im Auftrag der Kirchengemeinde St. Cyriakus durch den Architekten Michael Schmutzer aufgehellt. Nun erstrahlt er, auch durch die moderne LED-Beleuchtung auf den Kapiteln der Sandsteinpfeiler, in gebrochenem Weiß mit sandsteinfarbenem Beton. Die Sandsteinstelen für das ewige Licht, die Opferkerzen und das Weihwasser unterstützen diese Aufwertung zusätzlich. Zudem hat die Basilika nun, durch die Kürzung von Kirchenbänken, neue Wegachsen erhalten.

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