Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Wasserverband Leine-Süd will Alternative zu Bypass

Verbandsausschuss verschiebt Entscheidung Wasserverband Leine-Süd will Alternative zu Bypass

Der Verbandsausschuss des Wasserverbandes Leine-Süd hat noch keine Entscheidung getroffen, ob Regen- und Schmutzwasserkanalisation im Unterdorf von Groß Schneen durch einen neu zu bauenden Bypass entlastet werden.

Voriger Artikel
Gemeinde Gleichen: Verschollenes Rohr wieder aufgetaucht
Nächster Artikel
Göttinger Ausschüsse vertagen Entscheidung zum Kunstquartier

Der Verbandsausschuss des Wasserverbandes Leine-Süd hat noch keine Entscheidung getroffen, ob Regen- und Schmutzwasserkanalisation im Unterdorf von Groß Schneen durch einen neu zu bauenden Bypass entlastet werden.

Quelle: dpa

Groß Schneen. Rund 500 000 Euro würde so ein Neubau kosten. Rechtlich wäre die Maßnahme aber nicht erfoderlich, weil die bestehenden Kanalleitungen der Norm entsprechen und auch hinreichend dimensioniert seien, so lange keine weiteren Baugebiete angeschlossen würden.

Das hatten zwei Planungsbüros im Bauausschuss der Gemeinde Friedland sowie dem Verbandsausschuss vorgetragen.

Theoretisch entsprächen die Leitungen der Norm, praktisch komme es aber immer wieder zu Überschwemmungen auf Grundstücken, klagen Anlieger, weil bei Regen zu viel Fremdwasser in die Schmutzwasserleitungen dringt. Die Sachverständigen stellten aber auch fest, dass die Hausanschlüsse sämtlicher betroffener Grundstücke nicht der Norm entsprächen – anders als die kommunalen Leitungen.

Keine Mehrheit

Der Rat der Gemeinde hatte 2013 zwar empfohlen, dem Verband den Bau des Bypasses vorzuschlagen, eine Mehrheit dazu fand sich aber am Mittwochabend im Verbandsausschuss nicht. Darin sind nur die entsandten Ratsmitglieder stimmberechtigt. Diese sind nicht an vorangegangene Ratsbeschlüsse gebunden. Friedland wird von sechs Ratsmitlgiedern (drei SPD, drei CDU/Grüne) vertreten.

Den Rest stellen die Gemeinden Rosdorf und Neu Eichenberg. Geschäftsführung des Verbandes und Bürgermeister der beteiligten Kommunen sind nicht stimmberechtigt. Investitionen in Groß Schneen müssen (beim Abwasser) auch Rosdorfer Wasserkunden mit tragen.

Nach heftiger Diskussion entschied sich der Verbandsausschuss, von den Fachbüros Alternativen zum Bypass errechnen zu lassen. Das könnten eine Umkehr der Fließrichtung am Helmstor sein oder eine Kappung von Teilen der Entwässerung samt Erstellung eines zusätzlichen Abwasserkanals. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass der Ort Entwicklungsmöglichkeiten haben muss – also weitere Baugebiete an die Entwässerung anschließen kann.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Weihnachtsdeko in Göttingen und Umgebung