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Wasserverband Peine: Kläranlagen-Umbau auf 2015 verschoben

Kubikmeterpreis sinkt, Grundpreis steigt Wasserverband Peine: Kläranlagen-Umbau auf 2015 verschoben

Gerecht oder nicht – darum geht es nicht, wenn von den Trinkwasserpreisen in der Samtgemeinde Dransfeld die Rede ist.

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Arbeitspreis sinkt, Grundpreis erhöht sich: Trinkwasser.

Quelle: dpa

Dransfeld. Zwar soll laut mittelfristiger Planung des Wasserverbands Peine (WVP), dem die Samtgemeinde angehört, in den nächsten Jahren der Arbeitspreis pro Kubikmeter Trinkwasser von zurzeit 2,62 Cent auf 2,12 Cent in den Jahren 2015 und 2016 auf 1,55 Cent in den folgenden Jahren sinken.

Damit werde der Arbeitspreis der Solidargemeinschaft der Verbandsmitglieder erreicht, erklärte Michael Wittemann, technischer Leiter des WVP. Doch das bedeutet, dass im Gegenzug der Grundpreis je Anschluss von zurzeit 60 Euro pro Jahr auf 84 Euro (2015 und 2016), 96 Euro (2017) auf 108 Euro (2018 und 2019) und damit das Preisniveau der Solidargemeinschaft steigt.

Da der Arbeitspreis verbrauchsorientiert berechnet, der Grundpreis aber je Anschluss bezahlt wird, profitieren von der Preisentwicklung Mehrpersonen-Haushalte. Für einen Ein-Personen-Haushalt sei der Anstieg bei den Grundpreisen „hart“ und „unsozial“, sagte Walter Koch (Freie Wählergemeinschaft Dransfeld) am Dienstagabend in der gemeinsamen Sitzung von Bau- und Finanzausschuss.

„Wir schieben die Erneuerung der Kläranlage, solange wir es vertreten können“

Dieser Meinung ist auch Ralf Kaufmann (Grüne): „Ich empfinde das als ungerecht.“  Klaus Ahlborn (SPD) erinnerte daran, dass dieses Modell der Berechnung mit dem Beitritt der Samtgemeinde Dransfeld zum Wasserverband Peine beschlossen worden sei. Bürgermeister Mathias Eilers (SPD) sagte, dass zum Beispiel bei der gesetzlichen Krankenversicherung kein Mensch darüber diskutiere, ob es gerecht ist, dass bei einem Beitragszahler die ganze Familie mit versichert ist.

Im Gegensatz zum Trinkwasser, wo die Berechnungen in der Solidargemeinschaft erfolgen, wird beim Abwasser jede Mitgliedsgemeinde des Verbands für sich berechnet. Wittemann informierte darüber, dass für das Jahr 2014 eigentlich eine Investition in Höhe von 1,5 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt zur Erneuerung der Kläranlage Dransfeld eingeplant war. Das Projekt sei jedoch auf 2015 verschoben worden, weil es für den beabsichtigten Förderantrag noch keine Bewilligungsrichtlinien gebe. Werde mit den Baumaßnahmen vorher schon begonnen, gebe es keine finanzielle Unterstützung. „Wir schieben die Erneuerung der Kläranlage, solange wir es vertreten können“, sagte Wittemann.

In der mittelfristigen Planung bleiben die Gebühren für Niederschlagswasser in den Jahren 2015 bis 2019 mit 0,30 Cent je Quadratmeter Fläche stabil. Das Entgelt für einen Kubikmeter Schmutzwasser liegt 2015 und 2016 bei drei, 2017 und 2018 bei 3,20 und 2019 bei 3,30 Cent. Kräftig ansteigen wird laut WVP-Planung das jährliche Grundentgelt für Schmutzwasser von 60 Euro (2015 und 2016) auf 96 Euro (2017 und 2018) und 120 Euro (2019).

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