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Wechsel: Göttinger Rathskeller ein Jahr früher frei

Pächter gesucht Wechsel: Göttinger Rathskeller ein Jahr früher frei

Ein Jahr früher als zunächst geplant wird es im Göttinger Rathskeller einen Betreiberwechsel geben. Statt Ende 2010 wollen Peter und Karin Ollhoff bereits 2009 aufhören. Ungeklärt ist immer noch ihre Nachfolge. Das Ausschreibungsverfahren hat immer noch nicht begonnen.

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Zentrale Lage: Außengastronomie des Traditionsbetriebes Rathskeller am Göttinger Marktplatz.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ein Betreiberwechsel steht im Göttinger Rathskeller früher an als bisher geplant. „Wir gehen davon aus, dass das bestehende Mietverhältnis am 31. Dezember 2009 endet“, erläutert Detlef Johannson, Pressesprecher der Stadt Göttingen. Ursprünglich sollte der Vertrag mit dem Gastronomen-Ehepaar Karin und Peter Ollhoff erst ein Jahr später, am 31. Dezember 2010, regulär zu Ende gehen. Doch die Ollhoffs haben bei der Stadt als Verpächterin auf frühzeitige Vertragsauflösung gedrängt. „Wir haben den Antrag gestellt und persönlich beim Oberbürgermeister vorgesprochen“, sagt Karin Ollhoff. Noch hätten sie aber keine Antwort der Stadt erhalten.

Aus wirtschaftlichen Gründen wollen Ollhoffs ihr Engagement im Rathskeller, den sie in diesem Jahr seit 25 Jahren bewirtschaften, beenden. Ein weiteres Jahr, bis zum Vertragsende 2010 wäre wirtschaftlich nur noch schwer zu stemmen, sagt Ollhoff. Ihr Tipp für den Nachfolger: „Das Konzept muss geändert werden.“ Sie plädierten aber gleichzeitig dafür, die Möglichkeit, bis zu 350 Gäste in dem Kellerrestaurant zu bewirten, beizubehalten. „Der Rathskeller muss ein Gesellschaftsraum bleiben.“

Die Frage um einen Nachfolger der Ollhoffs im Rathskeller im Alten Rathaus ist indes noch offen. Eine Ausschreibung ist noch nicht erfolgt. „Wir befinden uns zur Zeit in der internen Schlussabstimmung für einen Auslobungstext. Nach gegenwärtiger Planung erfolgt die Veröffentlichung in der zweiten Aprilhälfte. Wenig später ist dann ein Ortstermin für alle Interessierten vorgesehen“, erklärt Johannson. Daher seien die Anforderungen an einen neuen Mieter sowie weitere Bedingungen und  Vorstellungen der Stadt noch nicht „veröffentlichungsreif“. „Dazu können wir uns schlechterdings nicht öffentlich äußern, wenn ein förmliches Auslobungsverfahren bevorsteht“, erklärt Johannson.

Einbecker haben Interesse

Nach ersten Plänen der Stadt war beabsichtigt, dass das Ausschreibungsverfahren spätestens zu Beginn des Jahres beginnen sollte. Inzwischen hat sich das Einbecker Brauhaus als möglicher Betreiber ins Spiel gebracht. Am Rande der Bilanzpressekonferenz der Einbecker Bierbrauer betonte Vorstandsmitglied Bernhard Gödde, dass man „besonders am Ratskeller im Alten Rathaus interessiert“ sei. Schon jetzt wird im Rathskeller Bier aus Einbeck ausgeschenkt. Auf Tageblatt-Anfrage bestätigt Marketingdirektor Andreas Berndt: „Wir wollen im Rathskeller bleiben, ein größeres Engagement als bisher wäre wünschenswert“, sagt Berndt. Konkretes wollte er jedoch nicht nennen. „Derzeit werden verschiedene Möglichkeiten überlegt.“ Kursierenden Gerüchten zur Einrichtung einer Brauerei im Rathskeller erteilt Berndt aber eine Absage. „Dafür sind die Räume zu klein.“

                                                                                                    Von Michael Brakemeier

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