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Weender sorgen sich um Gärtnerei Bandelow & Uhlendorff

Pachtvertrag läuft aus Weender sorgen sich um Gärtnerei Bandelow & Uhlendorff

Die für November geplante Schließung der Friedhofsgärtnerei Bandelow & Uhlendorff am Friedhof Junkerberg hat hohe Wellen geschlagen. Viele Bürger sind besorgt. Einer von ihnen, der Rentner Jürgen Wilhelm, hat nun auf der jüngsten Ortsratssitzung gefordert, noch einmal Verhandlungen mit der Stadt und der Firma Uhlendorff aufzunehmen. Der Ortsrat hat das jedoch zurückgewiesen.

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Quelle: Richter/Archiv

Göttingen. Hintergrund: Gebäude und Gelände, die Uhlendorff zum Betrieb ihrer Gärtnerei nutzen, gehören der Stadt. Der Pachtvertrag läuft im November nach 40 Jahren aus. Juniorchef Dietmar Uhlendorff sagt, er hätte den Vertrag gerne verlängert – aber nur, wenn die Stadt das Gebäude saniert hätte. Doch das war ihr zu teuer. Uhlendorffs Vorschlag, Gelände und Gebäude zu kaufen, lehnte seinerseits der Ortsrat ab. Er möchte die Fläche lieber in kommunalem Besitz sehen, damit dort bei Bedarf neuer Wohnraum entstehen kann.

Ein „Armutszeugnis“ nennt Wilhelm das. Wer sich in Weende umhöre, erführe, wie dieser Beschluss „irritiere, aufrege und empöre“. Das Ende der Gärtnerei sei „die Aufgabe eines Stück Kulturs“. Die Bedürfnisse der Friedhofsbesucher würden übergangen. Gerade die Älteren würden es künftig sehr schwer haben, die Gräber ihrer Angehörigen selber zu pflegen und zu bepflanzen.

Den Ortsrat konnten diese Argumente allerdings nicht überzeugen. „Wir hätten gerne gesehen, dass die Gärtnerei das Gelände weiter pachtet“, sagte Franc Pfahl (SPD). Doch da hätten sich Stadt und Gärtnereibetreiber nicht einigen können. Was den Kauf des Geländes durch Uhlendorff angehe: Es sei abzusehen, dass in Zukunft der Bau neuen Wohnraums notwendig werde, weswegen es ratsam sei, das Gelände in städtischem Besitz zu belassen. Außerdem habe Uhlendorff einen Kaufpreis geboten, der viel zu niedrig sei.

Ellen Fischer-Kallmann (SPD) fügte hinzu, dass die Bedeutung von Friedhofsgärtnereien allgemein abnehme. Es gebe immer mehr anonyme Gräber, Seebestattungen sowie Waldbestattungen wie in Friedland. Wilhelms Vorwurf, es gebe eine „Verzettelung der Verantwortung“ zwischen Stadt und Ortsrat, wies Dirk-Claas Ulrich (Grüne) zurück. Der Ortsrat habe sich mit den Kollegen im Rat der Stadt beraten.

Der Weggang der Firma Uhlendorff – die zwar keinen Verkauf mehr anbieten, aber weiterhin die Gräber pflegen wird – dürfte damit feststehen. Bleibt die Möglichkeit, dass ein Nachfolger gefunden wird. „Wir werden die Stadt bitten, sich um einen neuen Pächter zu bemühen“, kündigte Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph (SPD) an.

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