Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 10 ° Regenschauer

Navigation:
Wegkreuz erinnert künftig an innerdeutsche Grenze

Denkmal Wegkreuz erinnert künftig an innerdeutsche Grenze

Es braucht fünf Männer, um das Denkmal zu setzen. Behutsam, aber beherzt stemmen sie es nach oben, bringen es ins Gleichgewicht, bis es fest in seiner Verankerung steht. Es dauert nur eine Minute, bis das Wegekreuz an der Landstraße zwischen Ischenrode und Rohrberg steht, aber es soll von nun an Jahre lang daran erinnern, dass an dieser Stelle einmal die innerdeutsche Grenze verlief.

Voriger Artikel
Strecke sang- und klanglos eröffnet
Nächster Artikel
Eisbahn in Dransfeld wieder geöffnet

Denkmal als sichtbares Zeichen: „Dieses Kreuz zeigt, dass wir wieder zusammengehören.“

Quelle: Heller

„Dieses Kreuz zeigt, dass wir wieder zusammengehören“, sagte Gleichens Bürgermeister Heinz-Jürgen Proch (SPD) am Sonnabend beim Grenzfest zwischen Ischenrode und Rohrberg. Rund 200 Bürger aus Ischenrode, Lichtenhagen, Ludolfshausen, Rohrberg und Freienhagen kamen nach einem Sternenmarsch zusammen, um sich an die Grenzöffnung vom 20. Januar 1990 zu erinnern.

„Wir haben uns schnell an die Freiheit gewöhnt“, fügte der Bürgermeister Rohrbergs, Stephan Hesse (CDU), hinzu. Und dabei gab es damals die Freiheit erst nach und nach: „Anfangs war die Grenze nur am Wochenende nur für Fußgänger geöffnet, im März durften dann auch Autos passieren.“

Manch ein Teilnehmer blickte ruhig auf das Kreuz, während Proch die Geschichte der Grenze mit seinen Worten noch einmal nachzeichnete. Dabei mag sich der eine oder andere daran erinnert haben, wie es war, nicht einfach in den Nachbarort spazieren zu können.

Andere konnten sich dieses Szenario jedoch nur noch vorstellen, sind sie doch mit der Selbstverständlichkeit eines vereinten Deutschlands aufgewachsen. „Wir hatten mit dieser Resonanz gerechnet und sind mit ihr auch sehr zufrieden“, sagte Ischenrodes Bürgermeister Martin Wüstefeld (CDU) nach Abschluss der Zeremonie. Der Abend endete mit einem Festakt in Rohrberg, bei dem ein Film über die Grenzöffnung gezeigt wurde. Eine spontane Sammlung für die Erdbebenopfer brachte 420 Euro.

Von Stephanie Jabs

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Göttingen
Bilder der Woche vom 14. bis 20. Oktober 2017