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Wehmütiger Abschied vom „Zietencamp“

Geschlossene Flüchtlingsunterkunft Wehmütiger Abschied vom „Zietencamp“

Mit einer kleinen Feier haben sich am Mittwoch Göttinger Haupt- und Ehrenamtliche vom „Zietencamp“ verabschiedet. In der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Bundeswehrsporthalle auf den Zietenterassen ist seit November eine Gemeinschaft aus Helfern und Flüchtlingen entstanden. Jetzt wurde diese geschlossen.

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Mitarbeiter und Helfer nehmen Abschied von der Flüchtlingsunterkunft auf den Zietenterrassen.

Quelle: CR

Geismar. Für Claus Peter Siebert, der die Unterkunft für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) geleitet hat, war es „ein wehmütiger Abschied“. Auch, weil viele Freundschaften mit Flüchtlingen entstanden seien, sei es „schade, dass es uns nicht mehr gibt“, sagte er bei der Feierstunde, die DRK, SC Hainberg und Ehrenamtliche organisiert hatten.

Dabei war der Start des sogenannten Zietencamps im November „eher unrühmlich“, erinnerte sich Herbert Van Loh, Leiter des DRK-Kreisverbands. Mit einem „Kraftakt“ hätten seine Mitarbeiter innerhalb weniger Tage die Unterkunft für rund 200 Flüchtlinge aufgebaut, die die Stadt im Zuge der Amtshilfe dem Land Niedersachsen zur Verfügung gestellt hatte. Rückblickend sei er aber „stolz darauf, wie gut das gelaufen ist“, sagte Hans-Peter Suermann (CDU), erster Stadtrat.

Und auch Geismars Ortsbürgermeister Thomas Harms (Grüne) freute sich, „dass der Sicherheitsdienst nicht einmal die Polizei rufen musste“. Für die gute Stimmung dankte er auch dem SC Hainberg, der unter anderem die Stelle von Sportreferent Lars Willmann für die Integrationsarbeit eingerichtet hatte.

Willmann zufolge ist auf den Zietenterassen „ein Stück Integration“ gelungen. Die meisten der Bewohner seien in Göttingen geblieben, einige hätten schon Praktikumsplätze bekommen. Und weil die Flüchtlinge gemeinsam mit Skatern die Funsporthalle nutzen konnten, könnten nun alle der ehemaligen Bewohner skaten - „Mädchen wie Jungs“. hö

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