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Weiches Wasser sprudelt erst Ende dieses Jahres

1,4 Millionen Euro Kosten Weiches Wasser sprudelt erst Ende dieses Jahres

Die Bürger der Gemeinde Rosdorf müssen noch ein weiteres Jahr auf weiches Trinkwasser warten. Dabei waren beim Ratsbeschluss vor eineinhalb Jahren alle Beteiligten davon ausgegangen, dass das kalkarme Wasser bereits Ende 2010 aus den Hähnen sprudeln würde.

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Hochbehälter Schieferberg: Links daneben wird die neue Anlage gebaut, die Ende des Jahres ans Netz gehen soll.

Quelle: Heller

Dieser Zeitplan aber konnte nicht eingehalten werden. Jetzt peilt der zuständige Wasserverband Leine-Süd eine Umsetzung des Projektes für Ende dieses Jahres an. Das teilte Thomas Gotthard, kaufmännischer Geschäftsführer des Verbandes, jetzt gegenüber dem Tageblatt mit.

Derzeit prüfe der Landkreis Göttingen den Bauantrag für das neue Gebäude, das neben dem Hochbehälter Schieferberg bei Tiefenbrunn entstehen soll, sagte Gotthard. „Wir hoffen, bis Ende Februar die Genehmigung zu bekommen.“ Dann könne man mit der Ausschreibung für das Gebäude beginnen.

Parallel dazu laufe derzeit auch der wasserrechtliche Antrag für die technische Anlage zur Wasserenthärtung. Dabei handelt es sich um eine sogenannte Nanofiltration, die mithilfe von Membranen bestimmte Partikel aus dem Wasser filtert. Auf diese Weise soll der Härtegrad des Wasser von derzeit 24 auf zehn gesenkt werden. Geklärt werden müsse noch, so Gotthard, wie und wo man die aus dem Wassers gefilterten Stoffe entsorge. Das solle nicht über den Abwasserkanal geschehen, denn das Gemisch sei keinesfalls Schmutzwasser, sondern lediglich von „schlechter Mineralwasserqualität“. So gebe es Überlegungen, die Filterstoffe indas benachbarte Regenrückhaltebecken oberhalb der ICE-Trasse einzuleiten. Auch darüber würden derzeit mit der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Gespräche geführt.

Das Gebäude und die Nanofiltration werden laut Gotthard rund 1,4 Millionen Euro kosten. Wenn alles nach Plan laufe, könne die komplette Anlage Ende dieses Jahres in Betrieb genommen werden und ans Netz gehen. Dann hätte das Warten auf weiches Wasser ein Ende.

Wegen der gestiegenen Investitionen müssen die Bürger der Gemeinde Rosdorf schon seit Anfang dieses Jahres mehr für Wasser und Abwasser zahlen. Bisher kostete das Frischwasser 1,33 Euro pro Kubikmeter, künftig sind es 1,35 Euro (plus zwei Cent). Für die Schmutzwasserentsorgung mussten die Bürger 1,91 Euro je Kubikmeter zahlen, seit Anfang 2011 sind es 2,16 Euro (plus 25 Cent). Dabei soll es vorerst bleiben. Auch wenn die Anlage in Betrieb gehe, seien keine großen Preissprünge zu erwarten, sagte Gotthard. Die Bürger in den abgelegenen Ortschaften Atzenhausen und Dahlenrode müssen die Mehrkosten übrigens mittragen, auch wenn sie so schnell nicht in den Genuss des kalkarmen Wassers kommen werden. Für sie käme nur eine teure Sonderregelung in Betracht, weil sie aus separaten Brunnen versorgt werden.

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