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Weihnachtsbäume im Weender Jaidental selbst schlagen

„Hat bei uns schon Tradition“ Weihnachtsbäume im Weender Jaidental selbst schlagen

Ein echter Weihnachtsbaum ist schöner als ein künstlicher. Und ein  selbstgeschlagener Baum macht mehr Freude als ein gekaufter. Das haben sich auch viele Menschen aus Göttingen und der Umgebung gesagt und sich ins Jaidental begeben, wo die Realgemeinde Weende Weihnachtsbäume zum selber schlagen verkaufte.

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Familienspaß am Einnetz-Gerät:  Wenn es um die Wahl des richtigen Weihnachtsbaums geht, packen alle mit an.

Quelle: Heller

Göttingen. Rund 250 Fichten, Nordmann- und Edeltannen werden die Festtage nun lamettabehängt und kerzenbestückt in Wohnzimmern der Region verbringen.

„Einige nehmen sich so viel Zeit, dass man glauben könnte, die wollen hier zelten“, sagte Frank Mülders, einer von rund 15 Realgemeinde-Mitgliedern, die bei der Verkaufsaktion mithalfen. Und tatsächlich gingen viele Käufer von Baum zu Baum und nahmen jeden einzelnen genauestens unter die Lupe, bevor sie sich für ein Exemplar entschieden.

Die wichtigsten Kriterien: Größe und Schönheit – aber auch die Beschaffenheit der Nadeln. So bevorzugen die meisten Eltern von kleinen Kindern Bäume mit weichen, Katzenhalter dagegen eher Bäume mit stacheligen Nadeln.

Wir kommen bei jedem Wetter

Viele hatten ihre eigene Säge mitgebracht. Wer keine dabei hatte, bekam eine geliehen. Rund zehn bis fünfzehn Minuten brauchten die meisten, um den Weihnachtsbaum ihrer Wahl vom Stamm zu trennen. Anschließend steckten ihn die Männer der Realgemeinde ins Einnetz-Gerät.

Dann musste der Baum nur noch im Auto verstaut und abtransportiert werden. Auf schlammigem Untergrund übrigens – der Regen hatte Zu- und Abfahrtsweg in Morast verwandelt. „Egal“, sagten Anja-Carola und Frank Vaupel aus Weende, „wir kommen bei jedem Wetter hierher, das hat bei uns schon Tradition“.

Familie Kollender aus der Südstadt übte sich derweil in Arbeitsteilung: während Vater Waldemar und Tochter Marie sägten, schleppte Schwiegersohn in spe Eike – Freund der zweiten Tochter – den Baum auf seinen starken Schultern zum Auto.

Tipps: So bleibt der Baum lange frisch

Damit man sich möglichst lange an seinem Weihnachtsbaum erfreuen kann, geben die niedersächsischen Landesforsten einige Tipps. Vor dem Transport sollte man demnach darauf achten, dass der Baum in ein Netz verpackt ist, damit er vor Astbruch geschützt ist.

Zu Hause angekommen, wird der Baum zwei Zentimeter angeschnitten. Anschließend bewahrt man ihn im Netz in einem Eimer mit Wasser stehend an einer geschützten Stelle im Freien oder in einer kühlen Garage auf. Erst kurz vor dem Schmücken positioniert man den Baum im Netz an seinem angedachten Platz.

Den Weihnachtsbaum dabei nicht direkt vor die Heizung oder den Kamin stellen: Austrocknung droht. Das Netz von unten nach oben auftrennen, damit keine Äste oder Spitzen brechen und diese sich ruhig aufstellen können. Vor dem Schmücken den Baum noch etwas ruhen lassen. Baumharz bekommt man übrigens mit etwas Babyöl oder Butter leicht wieder von den Händen. Den Baum täglich gießen.  Info:  landesforsten.de

Von Hauke Rudolph

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