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Weihnachtsfeier mit Boris Pistorius im Grenzdurchgangslager Friedland

Koschyk sagt Land Hilfe bei Museum zu Weihnachtsfeier mit Boris Pistorius im Grenzdurchgangslager Friedland

„Niemals mehr Not und Leid, niemals mehr Zank und Streit“, das wünschten sich „die Kinder dieser Welt“. Es war ein ergreifendes Lied, gewichtiger als alle schönen Reden der Politiker bei der Weihnachtsfeier im Grenzdurchgangslager Friedland.

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Ein Chor mit Flüchtlingskindern aus acht Nationen übt binnen drei Tagen bewegende Lieder zur Weihnachtsfeier ein.

Quelle: Hinzmann

Friedland. Vor mehr als 700 Bewohnern und Gästen sang ein Chor der Kinder aus acht Nationen das Lied: Mädchen aus Somalia, Jungen aus Sri Lanka, aber auch Schüler aus Deutschland. Erst seit Sonnabend haben sie geübt, die meisten waren am Freitag erst als Flüchtlinge oder Spätaussiedler angekommen. Darunter Ali aus Afghanistan, Aya aus Syrien, aber auch Justus aus der Grundschule Friedland, die traditionell in der Weihnachtszeit zusammen mit den Flüchtlingskindern für die Weihnachtsfeier übt.

„Herzlich willkommen, liebe Leute. Bei uns in Friedland begrüßen wir Euch heute“, hieß es in einem der Texte, die die Kinder vortrugen. Und dann gab es als Lohn und Gabe zur Weihnachtszeit Päckchen für alle Kinder. „Gelebte Willkommenskultur  ist eine Herzenssache in Friedland“, hatte zuvor Innenminister Boris Pistorius (SPD) gesagt.

Der Minister erinnerte daran, dass es „kaum einen geschichtsträchtigeren Ort“ geben könne, um Menschen in Freiheit und Sicherheit willkommen zu heißen. 1,7 Millionen Aussiedler waren es bisher. Weitere rund 640 000 könnten es noch werden, seit die Gesetzesänderung vom 14. September 2013 auch Abkömmlingen anerkannter Spätaussiedler das Übersiedeln ermöglicht – vorausgesetzt, sie bekennen sich zur deutschen Staatsbürgerschaft und bestehen eine Sprachprüfung.

Gäste der Weihnachtsfeier waren diesmal vor einer ungewöhnlich großen Journalistenschar der Landessuperintendent Eckhard Gorka und der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk (CSU).

Koschyk lobte die Einrichtung der Museums- und Dokumentationsstätte Friedland und brachte für Landes- und örtliche Politiker die wichtigste Botschaft mit: Für die Realisierung des dritten Bauabschnittes, einer Forschungseinrichtung zu Abschied, Ankunft Neubeginn, „kann und wird sich der Bund vor einer finanziellen Unterstützung nicht verschließen“, versprach Koschyk.

Ergreifende Weihnachtsfeier im Grenzdurchgangslager mit Kinderchor aus acht Nationalitäten. © Hinzmann

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